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Rostock Trihotel feiert mit Rockmusik und Tränen
Mecklenburg Rostock Trihotel feiert mit Rockmusik und Tränen
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03:49 04.09.2013
Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Guido Zöllick und Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens .

Brinckmansdorf — „Ich hoffe, dass der Highway uns nicht Richtung ,Hell‘ führt“, sagt Trihotel-Inhaber Benjamin Weiß, nachdem die Rockband „Five men on the rocks“ den AC/DC-Song spielt. Gestern feierte das Trihotel am Schweizer Wald ein emotionales 20-jähriges Bestehen. Das „Ich danke dir für alles“ von Hotelgründer Jörn Weiß an seine Frau wird von Schluchzern unterbrochen, Ilona Weiß folgt, als sie die Rosen entgegennimmt: „Jetzt geht‘s bei mir auch los.“ Unter den 100 geladenen Gästen befindet sich auch der ehemalige Wirtschaftsminister Jürgen Seidel. Er berichtet vom florierenden Tourismus in Rostock und davon, dass er nach seinen Ostsee-Touren mit seiner Mutter immer Sand zwischen den Zehen hatte. „MV ist die dynamischste Region in Europa. Das wäre nicht so, wenn wir nicht solche Verrückten wie die Weiß‘ hier hätten“, sagt er und lobt damit auch den Mut: „Hier war die erste Sauna der DDR. Das war sicher am Rande dessen, was politisch damals gewünscht war.“

Der Landespräsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Guido Zöllick übergibt bei der Gelegenheit gleich die neuverliehene Vier-Sterne-Plus-Tafel für das Hotel, so als kleine Überraschung. Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens, zur Feier des Tages in der Trendfarbe Koralle, scherzt, eine Rockband im Festsaal des Rathauses einzuführen: „Das müssen wir auch mal machen, dann rockt das!“ Sie preist vor allem den Spa-Bereich im Trihotel. „MV tut gut — hier stimmt es dann wirklich auch mal.“

Die frühere OZ-Redakteurin Ingrid Feuerstein begleitete die Trihotel-Geschichte von Anfang an. Heute geht sie mit der Gründerin Ilona Weiß in Kinofilme, „die die Männer nicht sehen wollen“, sagt sie. Joachim Feuerstein dagegen fährt lieber mit Jörn Weiß auf dem Motorrad durch die Gegend. Hoteldirektor Bastian Brünner freut sich auf die firmeninterne Feier. „Herr Weiß hat das Segelschiff ,Albert Johannes‘ gemietet. Dann wird gefeiert“, sagt er.

Mit rauchiger Stimme und Zopf singt Jan Gladrow „Year after year“ und „Wish you were here“. Die Liebe steht auch im selbst gemachten Film von Weiß Junior für seine Eltern im Vordergrund. „Die Liebe hat Unmögliches möglich gemacht“, betont er. Karin Langschwager, eine Freundin der Familie Weiß, ist tief berührt. Sie gibt zu: „‘N bisschen hab‘ ich auch geweint.“

ROS TALK
Karolin Hebben

berichtet aus Rostocks

Szene. ☎ 365 410

rostalk@ostsee-zeitung.de

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