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Trotz Rückgang - Trinkgeld bleibt wichtig

Rostock Trotz Rückgang - Trinkgeld bleibt wichtig

Onlinezahlungen, Kartenrechnungen und Mindestlohn sorgen seit Jahren für einen Rückgang der Trinkgelder. 90 Prozent der Menschen belohnen guten Service aber noch.

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Im Rostocker Greifclub wird das Trinkgeld am nächsten Morgen gerecht aufgeteilt. So können Bar- und Garderobenmitarbeiter gemeinsam anstoßen – wie Josephin Schütz (21, l.) und Anita Rasche (33).

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Gastronomen, Handwerker oder Taxifahrer – sie alle erhalten Trinkgeld. Knigge empfiehlt es in einer Höhe von fünf bis zehn Prozent. In der Gastronomie sind Trinkgelder an der Tagesordnung. Nur wenige Gäste geben gar kein Trinkgeld, doch zehn Prozent werden eher selten erreicht. „Früher waren die Leute spendabler, da gibt es definitiv einen Wandel“, sagt Daniela Olschewski, Restaurantmanagerin im Steakhouse Leon's in der Innenstadt. Vor allem die immer häufiger genutzte Zahlung per Karte spiele eine Rolle für den Rückgang. „Dadurch gibt es manchmal sogar gar kein Trinkgeld mehr“, sagt Daniela Olschewski.

Trinkgeld darf nicht auf die Rechnung

Etwa 70 bis 90 Prozent der Gastronomen wüssten gar nicht, wie sie mit dem Thema Trinkgeld umzugehen haben. Das behauptet zumindest ein Junggastronom aus Rostock, der nicht namentlich genannt werden möchte. „Das ist ein heikles Thema“, sagt er. „Trinkgeld gilt als Umsatz, wenn es auf der Rechnung drauf ist, das ist den Gastronomen oft nicht bewusst“. Das Einkommen müsse dann als Gewinn versteuert werden und von zwei Euro blieben beispielsweise nur 60 Cent übrig.

Unternehmer gehen leer aus

In diesem Zusammenhang ist es auch sehr wichtig, zu unterscheiden, wer das Trinkgeld erhält. „Ich bekomme gar kein Trinkgeld“, sagt Konrad Engelmann von Konni's Fahrdienste – denn er ist Unternehmer und nicht Angestellter. Alle Einnahmen, die ein Unternehmer erhält, sind nämlich automatisch Betriebseinnahmen und gehen ins Geschäft, also auch das Trinkgeld.

Frohbös Dana

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