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Rostock Tschüss, Herr Kommandeur
Mecklenburg Rostock Tschüss, Herr Kommandeur
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18:51 07.09.2018
Flottillenadmiral Christian Bock (49, Mitte) übergab das Stützpunkt-Kommando von Arne Tüchsen (41, links) an Florian Lübeck (37). Quelle: Steve Back / Bundeswehr
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Rostock

Arne Tüchsen war skeptisch, als er vor zwei Jahren das Marinestützpunkt-Kommando in Hohe Düne übernahm. Abbau, Außerdienststellungen und Verlegungen sorgten für ein eher trauriges Bild im Hafenbecken, erinnert sich der 41-Jährige. Tüchsen habe damals überlegt: „Bin ich jetzt derjenige, der gekommen ist, um den Stützpunkt abzuwickeln?“

Doch längst geht es wieder in die andere Richtung: Der Bund plant Millionen-Investitionen, die Ausbildung wird ausgebaut und sogar die Nato will Gelder in weitere Infrastruktur am Standort stecken. „Ich bin heute deutlich optimistischer gestimmt“, sagt Tüchsen. Allerdings wird der Fregattenkapitän den Fortschritt nun nur noch aus der Ferne begleiten. Er wechselt ins Verteidigungsministerium nach Bonn.

Schwenkende Mützen zum Abschied

Gestern hat Flottillenadmiral Christian Bock das Marinestützpunktkommando von Tüchsen an Korvettenkapitän Florian Lübeck übergeben. Dieser kommt aus dem Logistikkommando der Bundeswehr in Erfurt. „Ich freue mich darauf, die nächsten drei Jahre den Stützpunkt führen zu dürfen“, sagt Lübeck. Brigadegeneral Gerd Josef Kropf beförderte den 37-Jährigen gestern zunächst zum Fregattenkapitän, ehe er ihm die Aufgabe als sogenannten Standortältesten in Rostock übertrug.

Mit schwenkenden Mützen verabschiedeten die Soldaten Tüchsen am Hafenbecken. Der scheidende Kommandeur fuhr symbolisch mit einer Barkasse aufs Meer hinaus. Dem 41-Jährigen fiel der Abschied schwer. „Ich blicke auf zwei wirklich schöne, aber auch herausfordernde Jahre zurück“, sagt Tüchsen. Und resümiert: „Gemeinsam ist es uns gelungen, den Marinestützpunkt Hohe Düne, nicht nur logistisch ein Stück zukunftsfähiger zu machen, sondern auch das Image Rostocks als Marinehauptstadt weiter zu festigen.“ Das Besondere an der Arbeit sei das familiäre Miteinander gewesen.

Ein erstklassiger Vorgesetzter

Viel Lob verteilte auch Flottillenadmiral Bock bei der Kommandoübergabe vor rund 100 Gästen, darunter Rostocks Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) und Polizeichef Michael Ebert. Tüchsen sei ein erstklassigen Vorgesetzter – mit einer Vorliebe für Nordic Walking und Volleyball, wie Bock verriet. Stets habe er ein offenes Ohr, wenn es um Sorgen und Nöte gehe. „Sie haben den Soldaten und Mitarbeitern ermöglicht, sich heimisch zu fühlen“, sagte der Admiral zum scheidenden Kommandeur. Tüchsen stehe für eine zeitgemäße Menschenführung, die heute mehr denn je in der Marine benötigt werde. Gleichzeitig habe er sich und seine Truppe stets als Dienstleister verstanden, so Bock weiter.

Das Stützpunktkommando ist für die Hafenanlage verantwortlich. Es organisiert den täglichen Betrieb, hält Schlepper und Ölauffangschiffe bereit. „Wir sind dafür da, dass die Boote fahren“, sagt der neue Kommandeur Lübeck. Er selbst kenne den Stützpunkt Hohe Düne nur als Einlieger. „Bisher bin ich zur See gefahren, und zwar mit Schiffen. Mit Booten hatte ich bisher wenig zu tun.“

Lübeck sei daher auf die Erfahrung und das Fachwissen seiner Untergebenen angewiesen. Auch sei er mit 37 Jahren noch sehr jung für so eine Führungsposition, wie Bock anmerkte. „Aber er war bisher halt auch sehr gut.“ Lübeck will der Truppe nun Freiräume geben und Fehler zugestehen, um die anstehenden Aufgaben mit mehr Kreativität erfüllen zu können.

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