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Rostock Über den Wolken
Mecklenburg Rostock Über den Wolken
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00:00 31.05.2013
Rostock

als das Seattle von Mecklenburg-Vorpommern“ — eine Zukunftsvision des Vertreters des Wirtschaftsministeriums Michael Koch, die den Branchenvertretern ein kleines Grinsen ins Gesicht zauberte. Doch so abwegig scheint das Ziel nicht zu sein: „Insgesamt sind 2000 Menschen in der Luft- und Raumfahrtbranche in MV beschäftigt. Der Umsatz beträgt 500 Millionen Euro“, so Sandra Wandt (36), Networkmanagerin bei Aerospace MV.

Beim Technologieabend am Mittwoch in Schmarl drehte sich alles um die zukünftige technische Hochleistung über den Wolken. „Wir möchten mit der Veranstaltung den Transfer zwischen den Firmen fördern und eventuelle Hürden abbauen“, sagte Christine Grünewald, Veranstalterin und Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rostock. Die Elite der Luft- und Raumfahrtbranche sei zwar im Bundesland mit 27 Unternehmen klein, aber genau deshalb sei der Austausch dieser Firmen so wichtig. „Wo Austausch stattfindet, ist die Logistik auch nicht weit weg. Ohne Transport geht dabei nichts. Von daher sehe ich hier gerade überall potenzielle Kunden“, sagte Joachim Zurow (54), DB Schenker Logistics.

Beim Thema Austausch in Wissenschaft und Wirtschaft dürfen natürlich auch nicht die Universitäten und Hochschulen vergessen werden. Deswegen gibt es in allen fünf Hochschulstandorten in MV Wirtschaftstransferbeauftragte wie Patricia Huber (39): „Wir sind die Vermittler, damit sich die Richtigen auch finden“, sagte sie.

Ort des Technologieabends war die Produktionshalle der Schmarler Firma Luratec. „Im Versammlungsraum hätten wir alle keinen Platz gehabt, von daher hoffe ich, dass diese Halle eine geeignete Lösung ist“, hatte Hans-Jürgen Henneke (51) in seiner Begrüßung angemerkt. An Platz fehlte es definitiv nicht — nur leider war der Geräuschpegel durch die Kühlanlage und Lüftung etwas störend. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich ein Mikro organisiert“, sagte Grünewald. Und dann war zu beobachten, wie sich die Zuhörer auf die freien Plätze nach vorn umsetzten — so baut man auch Berührungsängste ab.

OZ

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