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Rostock Ukrainisches Ensemble tanzt um Spenden für Tschernobyl-Opfer
Mecklenburg Rostock Ukrainisches Ensemble tanzt um Spenden für Tschernobyl-Opfer
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07:48 31.08.2013
Bunte Kostüme und gute Laune: das Tanzensemble „Ros“ bei einem Auftritt im vergangenen Jahr. Quelle: OZ
Rövershagen

28 ukrainische Kinder und Jugendliche des Tanzensembles „Ros“ aus der Stadt Belaja Zerkov sind seit Donnerstag in der Hansestadt zu Gast — und demnächst auch in Rövershagen sowie anderen Orten des Umlands. In knapp 20 Auftritten sammeln die Acht- bis 17-Jährigen Spenden für den Verein „Tschernobylhilfe — Hoffnung für Belaja Zerkov“. Die Vereinigung unterstützt Menschen, die im Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe erkrankten. Aber auch Waisenkinder und andere Bedürftige erhalten Hilfe.

Die Stadt Belaja Zerkov liegt 240 Kilometer von Tschernobyl entfernt. Der Aufenthalt dort ist als gesundheitsschädlich eingestuft. „Man kann da zwar leben, ohne krank zu werden, aber die Zahl der Kinderkrebsfälle und Erkrankungen der Schilddrüse steigen“, sagt Carsten Hammer, Vize-Vorsitzender des Tschernobyl-Hilfevereins. Der Verein finanziert mit den Spendengeldern jedes Jahr 700 bis 800 Weihnachtspäckchen, die in die Ukraine versendet werden. Außerdem werden spezielle Operationen bezahlt. Vor Ort ist ein Dachverein, der die Spendengelder verschiedener ausländischer Unterstützer nach Bedarf verteilt.

Die Zusammenarbeit gibt es seit 1992. Das Tanzensemble „Ros“ ist bei Schülern und Lehrern der Europaschule Gymnasium Reutershagen untergebracht. Die Kinder und Jugendlichen treten am Sonntag um 11 Uhr und 15 Uhr in Karls Erlebnisdorf in Rövershagen auf. Am Donnerstag zeigen sie im Rostocker Zoo beim Sommerfest des Marineamts um 14.30 Uhr ihr Können. Zwischen 19 und 20 Uhr ist das Tanzensemble in der Heiligen-Geist-Kirche in der Nähe des Rostocker Margaretenplatzes zu sehen. Am nächsten Sonnabend um 12 Uhr und 15 Uhr treten sie beim Stromfest am Warnemünder Leuchtturm auf.

Maria Annemüller

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