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Rostock Umland zahlt Millionen an Rostock
Mecklenburg Rostock Umland zahlt Millionen an Rostock
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07:36 05.12.2017
Kinder aus dem Umland gehen in Rostock zur Schule. Quelle: Ole Spata/dpa
Güstrow

Das Verhältnis zwischen den Gemeinden rund um Rostock und der Hansestadt ist mehr als angespannt. Die Dörfer wollen wachsen, doch Rostocks Oberbürgermeister bremst sie aus. Roland Methling verweist darauf, dass die Bewohner aus dem Umland von der teuren Rostocker Infrastruktur profitieren. Dafür werde auch bezahlt, heißt es aus dem Landratsamt. Für die Betreuung in Kindertagesstätten und Schulen überweist der Landkreis mehrere Millionen Euro im Jahr an die Hansestadt.

So wurden nach Angaben von Landkreissprecher Michael Fengler im Oktober 952 Kinder in Rostocker Kitas betreut, die im Landkreis leben. Für diese Kinder wurden im Oktober 2017 insgesamt 400 000 gezahlt. Für das Jahr ergeben sich daraus hochgerechnet 4,8 Millionen Euro, die aus dem Landkreis Rostock von der Kreisverwaltung, den Gemeinden, Eltern und dem Land in Kinderbetreuungseinrichtungen in Rostock fließen. „Wir gehen davon aus, dass diese Entgelte von den Kita-Trägern so kalkuliert sind, dass sie kostendeckend sind“, sagt Anja Kerl, Dezernentin für Finanzen und Soziales. Mit der Kitabedarfsplanung verbessere der Landkreis seine Betreuungssituation, so dass auch neue Angebote im Rostocker Umland entstehen können. „Auf das Wahlrecht der Eltern für den Ort der Kinderbetreuung kann der Landkreis jedoch keinen Einfluss nehmen.“

Millionen zahlt der Kreis auch für den Schullastenausgleich, also für Kinder, die außerhalb Rostocks wohnen, aber dort zur Schule gehen. Die Zahlen für das laufende Schuljahr liegen noch nicht vor.

Für das Schuljahr 2015/2016 zahlte der Landkreis Rostock jedoch rund 2,4 Millionen Euro für 2230 Schüler. Für 016/2017 kamen rund 2,6 Millionen Euro aus dem Landkreis für 2281 Schüler, die an Förderschulen, Gymnasien und Gesamtschulen sowie Berufsschulen unterrichtet wurden. Dazu kamen noch einmal rund 140000 Euro von den Gemeinden, die für Grund- und Regionalschüler ihren Anteil überwiesen.

Oberbürgermeister Roland Methling argumentiert in der Vergangenheit immer wieder , dass Schullastenausgleich oder Gemeindeanteile an Kita-Kosten die Kosten für die Infrastruktur in der Hansestadt bei weitem nicht kompensieren. „Beim Schullastenausgleich gehen wir davon aus, dass die Hansestadt kostendeckende Beträge erhebt“, erklärt Anja Kerl. Landkreis und Hansestadt seien vor allem bei Berufsschulangeboten aufeinander angewiesen, da nicht an allen Standorten alle Berufe angeboten werden. Diese seien deshalb an Schwerpunkten konzentriert. Dies gelte ebenso für die Begabtenförderung. „Die wachsende Region braucht die enge Zusammenarbeit von Hansestadt und Landkreis, um den Aufschwung weiter zu fördern“, betont Anja Kerl.

Auch die Gemeinden zahlen

Die Gemeinden beteiligten sich auch am Schullastenausgleich. Laut Landkreis überwiesen sie im Jahr 2016 138310,66 Euro an die Hansestadt, für Schüler, die in Rostock eine Grund- oder Regionalschule besuchten. Das Amt Warnow-West hat 71677,47 Euro gezahlt. Satow war mit 4742,90 Euro dabei. Dummerstorf hat 9672,23 Euro überwiesen und aus Kühlungsborn kamen 1087,47 Euro.

Broderstorf zahlte 8286,59, Roggentin 15937,22 Euro. Sanitz überwies 3270,19 Euro. Bad Doberan war mit 17906,96 und das Amt Rostocker Heide mit 7912,35 Euro dabei. Aus Güstrow

kamen 1087,47 Euro.

Thomas Niebuhr

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