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Umwege für die grüne Welle

GÜSTROW Umwege für die grüne Welle

Ab Juli wird die Rostocker Chaussee ausgebaut. Autofahrer müssen sich stadteinwärts für anderthalb Jahre auf 2,3 Kilometer mehr einrichten. Das Vorhaben soll acht Millionen Euro kosten.

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Ronald Normann, Leiter des Stra�enbauamtes G�strow, hat den Plan f�r das Bauvorhaben.

Güstrow. Auf Umwege müssen sich die Kraftfahrer ab diesem Sommer in Güstrow einstellen. Innerhalb von anderthalb Jahren soll die Rostocker Chaussee zwischen der Liebnitz-Brücke und der zum KMG-Klinikum führenden Kreuzung Friedrich-Trendelenburg-Allee/Gewerbegebiet Wolfskrögen ausgebaut werden. In der gesamten Zeit wird der Verkehr Richtung Rostock im Baustellenbereich als Einbahnstraße aus der Stadt geführt.

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Ronald Normann, Leiter des Stra�enbauamtes G�strow, hat den Plan f�r das Bauvorhaben.

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Stadteinwärts bedeutet das eine Umleitung, die über die Landstraße 142 vorbei am Bio-Energiepark und vor Strenz nach links über die Landstraße 14 zur Schwaaner Straße bis zur Neuen Straße führt. Laut Straßenbauamt Güstrow müssen Kraftfahrer einen Umweg von 2,3 Kilometern mehr im Vergleich zur direkten Ortsdurchfahrt einplanen. „Wir haben auch einen ampelgeregelten Begegnungsverkehr geprüft.

Das würde aber zu nicht verantwortenden Staus und zu starken Behinderungen der Bauarbeiten führen. Eine Verlängerung der Bauzeit auf bis zu vier Jahre wäre die Folge“, erläutert Ronald Normann, seit August vergangenen Jahres Leiter des Straßenbauamtes Güstrow.

Veranschlagt ist das Vorhaben mit acht Millionen Euro. Davon entfallen auf die Barlachstadt eine Million und auf die Stadtwerke 500 000 Euro. „Die Stadtwerke sind bei solchen Vorhaben immer mit dabei. Beim grundhaften Ausbau der Strecke werden auch alle Ver- und Entsorgungsmedien erneuert“, erklärt Normann. Auf der gesamten Strecke werden beidseitig Fuß- und Radwege geschaffen.

Auf Bitten der Stadt wird der Knotenpunkt Wohngebiet Kessiner Straße/Abzweig Friedhof mit einer Lichtsignalanlage und einem Fußgängerüberweg versehen. Dort soll auch eine Bushaltestelle eingerichtet werden. Nach der Freigabe der Strecke soll sich ein lang gehegter Traum der Güstrower, die Stadt in Nord-Süd-Richtung vom Bauhofer Kreisel bis zum Abzweig Krankenhaus in einer grünen Welle zu durchqueren, erfüllen. „Die Fußgänger-Bedarfsampel an der Verwaltungsfachhochschule wird dann so geschaltet, dass sie sich der grünen Welle unterordnet“, versichert Normann.

Wenn nach einer Planungszeit von drei Jahren im Juli die Bagger anrücken, geht es im ersten Bauabschnitt zwischen Prahmstraße und Neukruger Straße auch um neue Parkplätze für den Friedhof. „Schon im zweiten Bauabschnitt werden die jetzigen Parkplätze entlang der B 103 nicht mehr zu erreichen sein. Der Zugang zum Friedhof ist dann nur über den St.-Jürgens-Weg möglich“, erläutert der Leiter am großen Bauplan in seinem Arbeitszimmer. In der ersten Etappe erfolgt der Ausbau jeweils einer Straßenseite, Autos können wechselseitig passieren. In der von der B 103 abgehenden Neukruger Straße werde es keine Einschränkungen geben, so Normann.

Zur Vorbereitung auf den Ausbau gehört auch eine umfassende Information für die Anlieger. So hat es bereits eine erste Runde gegeben, in der der Polizei, den Rettungsdiensten und der Feuerwehr die neue Verkehrsführung erläutert wurde. „Im Gespräch haben wir Maßnahmen erörtert, um auch während der Bauphase vorgegebene Einsatzzeiten zu ermöglichen“, berichtet der Amtsleiter. So sei unter anderem festgelegt worden, für die in der Neukruger Straße ansässige Feuerwehr eine Ampelvorrangschaltung in Richtung Stadtzentrum einzurichten. Den Güstrowern wird das Vorhaben in zwei Einwohnerversammlungen am 9. und 17. April in der Fritz-Reuter-Grundschule vorgestellt.

Die Ampel an der Verwaltungsfachhochschule wird so geschaltet, dass sie sich der grünen Welle unterordnet.“Ronald Normann, Straßenbauamts-Leiter

Christian Menzel

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