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Rostock Riesiges Windrad-Rohr stürzt auf Kaikante
Mecklenburg Rostock Riesiges Windrad-Rohr stürzt auf Kaikante
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10:48 02.11.2018
Dieses 800-Tonnen Bauteil stürzte im Rostocker Hafen auf die Kaikante. Ein Arbeiter wurde dabei verletzt. Quelle: Stefan Tretropp
Rostock

Jede Menge Glück im Unglück hatten Rostocker Hafenarbeiter am Mittwochabend: Beim Verladen eines 800 Tonnen schweren Stahlrohrs für einen Offshore-Windpark kam es zu einem schweren Zwischenfall am Liegeplatz 12. Der 100 Meter Koloss rutschte aus der Befestigung, stürzte hinab und blieb anschließend wie eine Brücke auf dem Transportschiff „Svenja“ und der Kaikante legen. Trotz des gigantischen Gewichts wurde lediglich ein Besatzungsmitglied des deutschen Spezialschiffs leicht am Arm verletzt. Der Schaden an Kaimauer und Schiff beträgt ersten Schätzungen zufolge zirka eine halbe Million Euro.

Die Bergung der Riesenröhre mit einem Spezialkran dauerte am Donnerstag noch an. Laut Hafenkapitän Gisbert Ruhnke sollten insgesamt sechs Rohre verladen werden, bei Nummer vier kam es zu dem Unfall. Die genaue Ursache ist noch unklar. Vieles spreche für einen Materialfehler, heißt es, möglicherweise riss eine Halterung ab. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen in Hamburg hat die Ermittlungen übernommen. Pier und Hafenbecken wurden gesperrt, die Bergung des bis zu acht Meter dicken Rohrs dauerte am Donnerstag noch an.

Ob das Rohr bei dem Aufprall beschädigt wurde, soll ebenfalls untersucht werden. Hergestellt wurde es von der Firma EEW SPC. Der Rostocker Ableger der Erndtebrücker Eisenwerke aus Nordrhein-Westfalen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für den Bau solcher gigantischen Standröhren, sogenannte XL-Monopiles. Eine dreistellige Zahl der Mega-Rohre wird jährlich von Rostock aus in alle Welt verschifft. Als Fundamente für die Windräder werden sie in den Meeresboden gerammt und mit Beton gefüllt. Für welchen Windpark die Unglücksröhre gedacht war, blieb unklar: In Rostock war Donnerstagnachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen, am Stammsitz in Nordrhein-Westfalen wegen des Feiertags am 1. November ebenfalls nicht.

Dieses 8000-Tonnen Bauteil ist im Rostocker Hafen auf die Kaikante gestürzt. Ein Arbeiter wurde dabei verletzt. Quelle: Stefan Tretropp

Stefan Tretropp und Gerald Kleine Wördemann

Gerhard Ehlert und Horst Jann sind die Köpfe des Rostocker Vereins Hansephil. Mehr als 70 Mitglieder sammeln Millionen von Marken. Ihr größtes Ziel: Ein Hobby vor dem Aussterben bewahren.

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