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Ungelöste Probleme warten am Stadtrand

Nienhagen Ungelöste Probleme warten am Stadtrand

In Niendorf wird die Situation der Stadtrandgebiete deutlich, findet Katrin Medler vom Ortsbeirat Gehlsdorf / Nordost. Die Ämter der Stadt würden bestehende Probleme nicht oder zu langsam bearbeiten.

Nienhagen. „Wir sind die Dörfler von Rostock“, sagt Katrin Medler als Einwohnerin von Nienhagen. Es sei spürbar, dass die Ortschaft am Stadtrand liegt. Die Ämter würden Entscheidungen vor sich herschieben und die Probleme der Ortschaft nicht lösen. „Am Beispiel von Nienhagen werden die Probleme von den anderen Dörfern dieses Stadtgebietes deutlich“, sagt Frau Medler, die selbst im Ortsbeirat mitarbeitet.

So fehle es an Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. „Im Bebauungsplan ist extra eine Fläche für einen Spielplatz ausgewiesen“, sagt Frau Medler. Die Fläche liegt brach, zuständig fühle sich weder die Stadt noch die Erschließungsgesellschaft.

Die „brachliegende Fläche“ ist ein Stichwort für Ortsamtsleiter Wolfgang Westphal. Ihm bereitet das Areal am Ortseingang Sorge. Es ist als landwirtschaftliche Nutzfläche vorgesehen, wird aber von keinem Betreiber genutzt. „Die geplante Ortsumgehungsstraße würde eine Wohnbebauung an dieser Stelle erschweren“, zitiert er die Argumentation der Stadtplaner. Da aber bis zum Jahr 2010 nicht an den Bau der Ortsumgehung zu denken sei „obwohl die dringend nötig wäre“ , würde auch niemand eine Umwidmung der Fläche zum Wohn- oder Gewerbegebiet vorantreiben. Alte Ställe stünden auf der Fläche und die Ruine der ehemaligen Gaststätte „Goldene Ähre“. Das Bild des Ortes wird durch die verfallenen Gebäude am Ortseingang negativ geprägt, Besserung scheint vorerst nicht in Aussicht.

Unverantwortlich findet Katrin Medler die Geh- und Radwegsituation im Ort an der Bäderstraße. Vor der Doppelkurve hört dieser einfach auf, gefährlich vor allem für die Schulkinder, die ab dieser Stelle die vielbefahrene Straße benutzen. „In Krummendorf gibt es die gleiche Situation“, sagt Erika Rißmann. Lange hätte der Ortsbeirat gewarnt und angefragt, ob erst etwas passieren müsse. Nun sei eine ältere Frau an der Straße mit dem fehlenden Gehsteig überfahren worden. „Ob jetzt etwas getan wird?“

„Uns sind die Probleme sehr wohl bekannt“, sagt Tiefbauamtsleiter Franz Laube. Es sei vorgesehen, Gehwege zu bauen wie auch an anderen Stellen in der Stadt , doch „zur Zeit gibt es finanziell keine Möglichkeiten.“



NICK VOGLER

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