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Rostock Uni wächst weiter — Stadt macht die Wege schick
Mecklenburg Rostock Uni wächst weiter — Stadt macht die Wege schick
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00:00 16.03.2013
Albert-Einstein-Straße: Über den wachsenden Campus Südstadt sollen sich nach Bauende 4000 Studenten und Mitarbeiter bewegen. Quelle: Thomas Ulrich
Südstadt

Das Land steckt Millionen in den Ausbau des Uni-Standorts Rostock, da möchte die Stadt nicht hintanstehen: Für 780 000 Euro will sie die Albert-Einstein-Straße erneuern. 2015 soll alles fertig sein, wenn auch die Arbeiten an den Uni-Neubauten beendet sind. Die anderen Campus-Standorte werden ebenfalls nach und nach schick.

„Parallel zum Ausbau des Südstadt-Campus gehen wir das Umfeld an“, kündigt Bausenator Holger Matthäus (Grüne) an. Und das in enger Zusammenarbeit mit der Uni und dem landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL). Die Einstein-Straße soll den Anforderungen des angebundenen Campus entsprechen. „In der Physik wird etwa mit Lasertechnik gearbeitet. Da stören die Betonplatten der Straße. Die Uni braucht einen erschütterungsfreien Belag.“ Asphalt statt Platten — Problem gelöst.

Auch den Radverkehr haben die Planer im Auge. Die sogenannte Campus-Velo-Route führt auch an der Südstadt vorbei. Das erfordert angemessen breite Rad- und Gehwege. Details allerdings sind noch nicht geklärt. Matthäus schwebt ein intensiver Beteiligungsprozess vor. „Ist der Planungsbeschluss durch, setzen sich alle zusammen, etwa in Workshops, dann wird definiert.“ Der Senator nennt es „freundschaftliche Abstimmung“.

Das kann Uni-Rektor Wolfgang Schareck nur freuen. Rostock, eine Stadt mit mehr als 15 000 Studenten — da blicke er zuversichtlich auf eine Kooperation mit der Stadt für eine „innovative Standortentwicklung, insbesondere in der Albert-Einstein-Straße und in der Ulmenstraße“. Mit Letzterer steht in der KTV eine Mammut-Sanierung an. Die Ulmenstraße, ebenfalls Uni- Standort, soll schöner werden. Buckelpiste und Gefahrenstellen ade. 2014 ist Baubeginn.

„Es gehört alles zusammen“, sagt Holger Matthäus über die Vorhaben. Der Uni-Standort Rostock solle aufgewertet werden. Teil des Ganzen ist auch der Kreisverkehr, der an der Schillingallee im Hansaviertel nahe dem Uni-Klinikum entsteht. Derzeit ruhen die Arbeiten, doch noch in diesem Jahr sollen hier bequem die Autos kreiseln. In der Nähe wird am neuen Kliniktrakt für Zentrale Medizinische Funktionen gewerkelt. Beim derzeit größten Bauprojekt der Hansestadt werden mehr als 80 Millionen Euro verbaut. Die Fertigstellung ist für 2017 angepeilt.

Auch Strempel- und Rembrandtstraße werden noch einer Kur unterzogen. „Schöne Sache“, findet Karsten Cornelius (SPD), Chef des Ortsbeirats Hansaviertel. Nun wünsche sich das Gremium noch hübsche Grünanlagen am Dürerplatz.

Die Pläne für die Südstadt gefallen Cornelius‘ Kollegen Jörn-Christoph Jansen (CDU) in der Südstadt — wenn der Ortsbeirat einbezogen werde. Es gebe einiges zu bedenken. „Der Bereich Albert-Einstein-Straße ist auch Feuerwehr-Zufahrt.“ Dennoch: Der Straßenausbau habe schon immer auf der Wunschliste gestanden. „Und mit den Studenten wird unser Stadtteil jünger.“

„Große Einschränkungen“ für den Uni-Betrieb, so Senator Matthäus, werde es in der Einstein-Straße nicht geben. Überstehe der Planungsbeschluss Bauausschuss und Bürgerschaft im April, gebe es keine Hürden mehr: „Dann legen wir konzentriert und ruhig los.“

Weg vom Klein-Klein
Die Uni konzentriert ihre Fachbereiche künftig an vier Standorten. Entlang der Albert-Einstein-Straße entstehen Gebäude für mehr als 100 Millionen Euro für den naturwissenschaftlichen Campus Südstadt. Dann gibt es noch den Standort Innenstadt (Verwaltung/Philosophische/Theologische Fakultät), die Ulmenstraße (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche sowie Juristische Fakultät) und das Uniklinikum im Hansaviertel.

Kerstin Beckmann

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