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Kinder-Uni erwartet Top-Schiedsrichter

Stadtmitte Kinder-Uni erwartet Top-Schiedsrichter

Am Mittwoch um 15 Uhr plaudert Bastian Dankert im Hörsaal über die Fußballer-Szene in der Bundesliga.

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Bastian Dankert (32) ist der einzige Schiedsrichter aus dem Nordosten, der in der Fußball-Bundesliga pfeift.

Quelle: OZ

Stadtmitte. Fußballer sind wahre Stänkerliesen: Da wird geschubst, getreten und viel gemeckert. Damit das Ganze nicht im Chaos endet und zum Schluss keiner beleidigt den Platz verlässt, gibt es Schiedsrichter. Sie leiten das Spiel und achten darauf, dass die Regeln eingehalten werden. Einer von ihnen ist Bastian Dankert. Der 32-Jährige kümmert sich seit 2012 darum, dass sich das Foulen und Grätschen in der Ersten Bundesliga in Grenzen hält. Worauf es dabei ankommt, erzählt er am kommenden Mittwoch um 15 Uhr, wenn die OSTSEE-ZEITUNG und die Uni Rostock zur ersten Kinder-Uni-Vorlesung des Jahres laden.

Bereits mit 15 Jahren hat Dankert erstmals als Schiri auf dem Feld gestanden. „Das ist gar nicht so ungewöhnlich“, sagt er, „ab 14 darf man die Schiedsrichterprüfung machen. Da hab ich gleich Ja gesagt.“ Mittlerweile pfeift Dankert in der Ersten Bundesliga — als Einziger aus Mecklenburg-Vorpommern. „In Deutschland haben wir 80 000 Schiedsrichter, 20 davon kommen nach ganz oben. Für MV also eine sehr gute Quote.“

Aufgewachsen ist Dankert im kleinen Brüsewitz, wo ihn sein Bruder mit sechs Jahren mit zum Bolzplatz nahm. Heute trifft er regelmäßig auf Größen wie Bastian Schweinsteiger oder Philipp Lahm.

Berührungsängste? „Nein, das sind alles normale Menschen, die auch nur mit Wasser kochen. Wir sprechen über Fußball, was man so im Urlaub gemacht hat. Und dann geht‘s auch schon weiter.“

Statt 100 Zuschauer wie auf dem Dorf sitzen heute bis zu 80 000 im Stadion. Abgesehen davon hat sich für Dankert aber kaum etwas geändert: „Der Fußball ist der gleiche wie in der Kreisliga. Da sind auch 22 Spieler auf dem Platz, die gegeneinander antreten. Ich mache da keine Unterschiede.“ 90 Minuten auf- und ablaufen, immer und immer wieder — das muss er leisten. „Topfit muss man sein. Und natürlich ist es leichter, Spiele zu leiten, wenn man sich in dem Sport ein bisschen auskennt und verstehen kann, wie es ist, wenn man von hinten einen in die Hacken kriegt.“

Wenn das passiert, muss Dankert in Sekundenschnelle entscheiden: Foul oder nicht? Dass das nicht immer einfach ist, will er am Mittwoch zeigen. „Die Kinder sollen selbst aktiv werden und auch mal eine schwierige Situation in kurzer Zeit einschätzen“, verrät Dankert. „Außerdem werden wir uns den Alltag eines Schiedsrichters angucken und schauen, wie es in den Kabinen und hinter den Kulissen zugeht. Da wird es sicher ein paar Überraschungen geben.“ Vorlesung: Mittwoch, 13. März, um 15 Uhr im Audimax, Ulmenstraße

Tanja Bodendorf

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