Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Sprühregen

Navigation:
Wie Hirnstimulationen die Bewegungen steuern

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Wie Hirnstimulationen die Bewegungen steuern

Die Universität Rostock erforscht den freien Willen.

Voriger Artikel
Peter Leonard rät: Ohren spitzen zum Jahresabschluss
Nächster Artikel
Studentenszene aus Winterschlaf erwacht

Im Labor werden Studierende mit neuesten Entwicklungen vertraut gemacht, wie hier Julian Albrecht (l.) durch Professor Volker Zschorlich.

Quelle: Uni

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Haben Menschen einen freien Willen? „Das ist eine philosophische Frage, die sich mit naturwissenschaftlichen Methoden wohl nicht beantworten lässt“, sagt Bewegungswissenschaftler Professor Volker Zschorlich von der Uni Rostock. Er ist mit dem Physiologen Professor Rüdiger Köhling dem Phänomen nachgegangen, wie Gedanken Bewegungen verursachen.

„Es war ein Zufallsexperiment, das uns zielgerichtet zur Forschung führte, wie durch magnetische Hirnstimulationen Intentionen, also eine bewusste Bewegungsabsicht des Menschen, aufgedeckt werden kann", sagt Zschorlich, der sich seit mehr als 35 Jahren der Motorikforschung verschrieben hat und fasziniert von den neusten Erkenntnissen ist.

„Durch ein Hirnstimulations-Experiment fanden wir Hinweise dafür, dass bewusste Intentionen der Bewegungsausführung vorangehen und deren Richtung und Kraft vorgeben.“ Die Studie liefert einen starken Hinweis dafür, dass eine bewusste Intention bereits im Verlauf der Vorbereitungsphase aufgebaut wird — und zwar vor der Bewegungsausführung.

Das Experiment der beiden Wissenschaftler unterstreicht die Bedeutung bewusster Bewegungsintention: „Es gibt zumindest unter unseren Versuchsbedingungen eine bewusste Intention vor der Bewegung“, verdeutlicht Zschorlich. „Das klingt banal, ist aber umstritten“, sagt der Wissenschaftler.

Ein Aspekt der Rostocker Forschung: Wenn Menschen durch Erkrankungen oder Unfälle ihre Bewegungen nicht mehr kontrollieren können, „besteht die Herausforderung, die Beziehung zwischen Intention und Bewegungsausführung zu verstehen“, sagt Zschorlich. Das ist der Weg, damit sich Patienten irgendwann über technische Hilfsmittel wieder bewegen können.

 



OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Uni

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Damit Kinder sicher zur Schule kommen

Seit mehr als 40 Jahren macht Joachim Korf Mädchen und Jungen fit für den Straßenverkehr