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Universität beliebt bei ausländischen Studenten

Stadtmitte Universität beliebt bei ausländischen Studenten

Zum Sommersemester schreiben sich überwiegend Hochschüler aus anderen Nationen an der Uni ein

Stadtmitte. Ob aus den USA, Tschechien oder der Türkei – die Hansestadt Rostock wird immer attraktiver für Studenten aus dem Ausland. Vor allem zum Sommersemester steigt der Anteil der Hochschüler aus anderen Nationen: Von 248 neu eingeschriebenen Studenten kommen aktuell mehr als die Hälfte aus dem Ausland. Ein Trend, der seit Jahren zu beobachten ist.

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Zum Sommersemester schreiben sich überwiegend Hochschüler aus anderen Nationen an der Uni ein

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Während im Jahr 2016 knapp 200 Auslandsstudierende immatrikuliert wurden, waren es 2017 bereits 221 von insgesamt 387 Studenten.

„Austauschstudierende aus anderen Ländern haben einen großen Anteil, weil sie sich zumeist nur für ein Semester an der Universität einschreiben. Und sie können sich, ebenso wie Hochschulwechsler, jedes Semester einschreiben“, teilt die Universität Rostock mit.

Die Haupteinschreibung erfolgt zum Wintersemester. Hier haben sich zuletzt 3123 Studierende immatrikuliert. Die Einschreibung für das aktuelle Sommersemester läuft noch bis Juni 2018. Im Vorjahr hatten sich hier insgesamt 387 Hochschüler neu angemeldet.

Um den Neuankömmlingen die Ummeldung zu erleichtern und den Ansturm auf die Ortsämter zu verringern, bietet die Stadt regelmäßig Sonderöffnungszeiten speziell für Studenten an, wie das Rathaus mitteilt. Die Studenten begrüßen das. Der angehende Zahnmediziner Anton Tichy aus Prag hat zum Beispiel einen straffen Vorlesungsplan und daher kaum Zeit, zwischendurch einen Behördengang zu den üblichen Öffnungszeiten einzurichten. „Ich war vor ein paar Tagen schon hier, doch es waren viel zu viele Leute da, sodass ich wieder zur Uni gehen musste, bevor ich an der Reihe war“, berichtet der 23-Jährige. Durch die Sonderöffnungszeit nur für Studenten hat die Ummeldung nun geklappt.

Eine Besonderheit für die Hochschüler: Sie bekommen von der Hansestadt ein Begrüßungsgeld in Höhe von 150 Euro, wenn sie ihren Erstwohnsitz in Rostock anmelden. „Ich freue mich sehr darüber. In den USA bekommen Studenten nie etwas. Ganz im Gegenteil, besonders das Studium ist sehr kostspielig“, sagt die 21-Jährige Deutschstudentin Gabriella Osburn. Auch sie wollte sich bereits vor einigen Tagen ummelden, der überfüllte Wartesaal zu den gängigen Öffnungszeiten zwang sie jedoch, vorzeitig wieder zu gehen. Die Sonderöffnungszeiten seien daher eine gute Sache, so Osburn.

Auch Milena Vyroubalova ist froh über die zusätzlichen Sprechzeiten des Ortsamtes und die damit einhergehende verkürzte Wartezeit. Anders als Gabriella Osburn sieht sie das Begrüßungsgeld eher als eine Art Aufwandsentschädigung. Als Auslandsstudent müsse man schließlich seinen Hauptwohnsitz in Deutschland melden, um ein Bankkonto einrichten zu können. Die 23-jährige Medizinstudentin aus Tschechien sagt: „Das Geld werde ich nutzen, um das Konto und andere anfallenden Kosten zu bezahlen.“

Auf die Rostocker Stadtkasse wirkt sich die Anmeldung der Studenten übrigens positiv aus. Zwar gibt die Stadt 150 Euro, dafür bekommt sie jedoch für jeden Einwohner 595 Euro aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) des Landes. Wohl auch deshalb sagt Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD): „Wir freuen uns über jeden Neu-Rostocker und machen unsere Türen weit auf.“

Susanne Gidzinski

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