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Rostock Unterricht im Container
Mecklenburg Rostock Unterricht im Container
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00:10 18.05.2018
Für etwa ein Jahr und drei Monate Bauzeit müssen die Warnemünder Heinrich-Heine-Grundschüler ihr imposantes Schulgebäude gegen diesen Containerbau eintauschen. Quelle: Foto: Christina Milbrandt

Noch zwei Monate, dann stehen schon die Sommerferien vor der Tür. Für die Schüler der Warnemünder Heinrich-Heine-Schule heißt das zudem, dass sie umziehen müssen. Denn schon ab dem neuen Schuljahr wird das Gebäude grundhaft saniert. Der verantwortliche Eigenbetrieb „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock“ (KOE) geht von einer Bauzeit von etwa einem Jahr und drei Monaten aus. In dieser Zeit werden die Schülerinnen und Schüler in einem weniger hübschen Containerbau unterrichtet, der derzeit am Entstehen ist.

Das alternative Schulgebäude schließt sich direkt an die Sportanlagen in der Parkstraße an. Während der Bau von außen schon fast fertig ist, folgt in den kommenden Wochen und Monaten noch die Innenausstattung. „Mit dem Beginn der Ferien sind wir fertig“, sagt Nils Sommer, beim KOE Abteilungsleiter Neubau und Sanierung. Damit liegen die Arbeiten gut im Zeitplan. Mit der Gestaltung der Außenanlagen könne sogar vorfristig begonnen werden, sagt Sommer. „Die Kinder sollen ja nicht über Schotter laufen.“

Die Container-Schule verfügt neben den Klassenräumen auch über einen Speisesaal, ein Computerkabinett, Lehrerzimmer und ein Sekretariat. „Letztlich ist der ganze Bau auf die Lehrinhalte abgestimmt, sodass auch hier wie gewohnt unterrichtet werden kann“, sagt Sommer. Zudem ist eine Doppelnutzung geplant: Genau wie im „normalen“ Schulgebäude soll auch in den Containern die Betreuung der Hortkinder gewährleistet werden.

Derzeit werden 195 Kinder an der Heinrich-Heine-Schule unterrichtet. Der Containerbau ist auf insgesamt 250 Schüler ausgerichtet. Damit kann auch die steigende Nachfrage unproblematisch bedient werden. „Das ist alles eingeplant“, sagt Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke), der auch konkrete Zahlen für das neue Schuljahr parat hat. „50 Kinder werden zum Ende des Schuljahres die Schule verlassen, dafür gibt es derzeit 69 Anmeldungen.“ Da diese sich eventuell noch ein wenig verringern könnten, werde jetzt von insgesamt 211 bis 214 Kindern ab dem neuen Schuljahr gerechnet, sagt der Senator. Dadurch, dass der Hort sowieso mit untergebracht wird, seien ohnehin genügend Kapazitäten vorhanden. „Es gibt also kein Platzproblem.“

In die alternative Unterbringung werden nach Angaben des KOE etwa eine Million Euro investiert. Die Sanierung der Grundschule schlägt mit mehr als sechs Millionen Euro zu Buche. Neben der Grundsanierung und Modernisierung des Gebäudes, das Ende des 19. Jahrhunderts im Stil einer toskanischen Villa gebaut wurde, umfasst die Maßnahme auch eine Erweiterung. In einem neuen Anbau soll es eine Aula/Mensa, einen Werk- und einen Musikraum, zwei Förderräume und drei Klassenräume geben. Darüber hinaus wird ein zweiter Fluchtweg angelegt. Die Grundschule 1990 zuletzt saniert.

Christina Milbrandt

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