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Rostock Ur-Rostock soll Freilichtmuseum werden
Mecklenburg Rostock Ur-Rostock soll Freilichtmuseum werden
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14:18 18.01.2018
Im Sommer 2017 durften erstmals Besucher die Ausgrabungen rund um die ersten Rostocker Siedlungen besuchen. Das Interesse war damals bereits riesig. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Eine Idee von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) kommt selbst in der Landesregierung richtig gut an: Der Rathaus-Chef will in der Hansestadt ein Freilichtmuseum zur Ur- und Frühgeschichte Rostocks und des gesamten Landes aufbauen. Und das an authentischer Stelle: Die Ausgrabungsstätte am Primelberg im Stadtteil Gehlsdorf soll spätestens bis 2025 zur neuen Attraktion der Stadt werden. „Das wäre eine ideale Ergänzung zum geplanten Archäologischen Landesmuseum am Stadthafen“, so Methling.

Ist Rostock älter als nur 800 Jahre?

Offiziell feiert Rostock in diesem Jahr seinen 800. Stadtgeburtstag. Doch die „Stadt“ dürfte sogar noch viel älter sein: Erste Siedlungen an der Warnow gab es bereits vor 1300 Jahren. Auf dem Primelberg am Ostufer der Warnow wurden bereits vor Jahren Reste einer Siedlung aus dem achten Jahrhundert entdeckt. Auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern haben in den vergangenen Jahren Forscher des Deutschen Archäologischen Institutes gegraben. 2018 setzt nun das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung die Arbeiten fort. Die Hansestadt unterstützt das Ganze mit 50 000 Euro: „Wir wollen den Spuren der vermutlich ersten Besiedlung unseres heutigen Stadtgebietes näher auf den Grund gehen“, sagt Methling.

Ergänzung für das neue Landesmuseum

Die Ausgrabungen sollen sogar noch ausgeweitet werden: „Trotz herausragender Ergebnisse ist es bisher nicht gelungen, alle Fragen hinsichtlich der Topografie und des Charakters der Siedlungen zu klären“, sagt Michaela Selling, Leiterin des Amtes für Kultur und Denkmalpflege. Und weiter: „Wir sehen die Möglichkeit, die Grabungsstelle in das neue Archäologische Landesmuseum einzubeziehen.“ Das gesamte Areal des „Ur-Rostock“ umfasst rund 3000 Quadratmeter. Im Rahmen der möglichen Bewerbung um die Bundesgartenschau 2025 sollen nun Ideen für ein Freilichtmuseum Warnowufer entwickelt werden: „Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Am Primelberg könnte zum Beispiel ein Mustergrabungsfeld entstehen“, sagt der Oberbürgermeister. Vorstellbar sei auch, alte Kanäle und Gräben wieder auszuheben – um die frühzeitliche Siedlung wieder an den Fluss anzubinden.

40-Millionen-Euro-Bau am Stadthafen

Aus der Schweriner Landesregierung kommt bereits Unterstützung: „Ich kann es nur begrüßen, wenn Kommunen ihre Überschüsse in den Kulturbereich investieren wollen“, sagt Kultusministerin Birgit Hesse (SPD). In Rostock soll zudem das neue Archäologische Landesmuseum entstehen. Noch im Frühjahr soll eine Entscheidung fallen, wo der 40-Millionen-Euro-Bau entsteht. Stadt und Land favorisieren den Stadthafen.

Andreas Meyer

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