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Rostock Uwe Flachsmeyer: Mein erstes Ziel ist die Stichwahl
Mecklenburg Rostock Uwe Flachsmeyer: Mein erstes Ziel ist die Stichwahl
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11:08 28.09.2018
Nicole Peter und Johann-Georg Jaeger (r.), Sprecher des Kreisverbandes, präsentieren den OB-Kandidaten Uwe Flachsmeyer. Quelle: Foto: Thomas Niebuhr
Rostock

In den vergangenen Wochen ließ Uwe Flachsmeyer keine Gelegenheit aus, um von seiner Bewerbung um das Amt des Rostocker Oberbürgermeisters zu sprechen. Am Mittwoch nach der Mitgliederversammlung am Vorabend, haben Bündnis 90/Die Grünen ihren Kandidaten für den 26. Mai 2019 ganz offiziell ins Rennen geschickt. „Wir werden nicht zuschauen, wer von den anderen Kandidaten gewinnt“, sagt der gebürtige Rostocker.

Sie wollen Oberbürgermeister werden

Als unabhängiger Kandidat steht bereits der IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen fest, der möglicherweise von der CDU und ganz sicher von der FDP mitgetragen wird. Bei den Linken gilt Sozialsenator Steffen Bockhahn als fest gesetzt. Bei der SPD gibt es zwei mögliche Kandidaten: Finanzsenator Chris Müllervon Wrycz Rekowski und Landesminister Mathias Brodkorb.

Uwe Flachsmeyer (51) rechnet sich als Kandidat der Grünen durchaus Chancen aus. „Mein Ziel ist die Stichwahl“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bürgerschaft selbstbewusst. Greifswald habe einen grünen Bürgermeister, warum nicht auch Rostock, erklärt Johann-Georg Jaeger, Sprecher des Kreisverbands. „Uwe Flachsmeyer verfügt über langjährige kommunalpolitische Erfahrung.“ Insofern kenne er die Verwaltung und als Banker habe er einen realistischen Blick auf die finanziellen Möglichkeiten.

„Rostock kann mehr. Nach Jahren des Sparens hat Rostock jetzt die Chance grün, modern und sozial gestaltet zu werden. Diese Chance will ich als OB gemeinsam mit allen Rostockern nutzen“, startet Uwe Flachsmeyer in seinen Wahlkampf. Seine Vision für die nächsten Jahre: „Rostock 2025 ist für mich eine grüne Stadt am Meer, in der die Menschen aus einem großen Angebot an bezahlbaren Wohnungen frei wählen können, in der man stressfrei auch ohne Auto quer durch die Stadt reist, alle Schulen saniert und modern ausgestattet sind und in der ein vielfältiges Angebot an Kultur die Lebensqualität bestimmt.“

Klimaschutz mit grünen Naturachsen und das Abschalten des Steinkohlekraftwerks sowie nachhaltige Mobilität sind für den 51-Jährigen die originär grünen Themen. „Oberste Priorität haben dabei die Förderung von Bus und Bahn, Radverkehr sowie Car-Sharing. Dafür müssen wir klotzen und nicht kleckern. Wir brauchen durchgängige Fahrradschnellwege sowie attraktive Radwege im gesamten Stadtgebiet.“

Die Hansestadt wird am 26. Mai 2019 einen neuen Rathaus-Chef wählen. Amtsinhaber Roland Methling (parteilos) wird dann nach 14 Jahren in den Ruhestand gehen. Er darf aus Altersgründen nicht mehr antreten.

Das Straßenbahnnetz müsse weiter wachsen. Das Einzelticket im Nahverkehr soll künftig maximal zwei Euro kosten. Mittelfristig soll es das 365-Euro-Ticket als Jahreskarte nach Wiener Vorbild geben, mit dem Bus und Bahn für einen Euro pro Tag genutzt werden können.

Wohnungen sind das nächste große Thema: „Ich möchte mehr preiswerten Wohnraum in allen Stadtteilen schaffen.“ Das bedeute schnell Neubauten zu errichten und vor allem im Stadtzentrum mehr sozialen Wohnungsbau zu betreiben, damit in Rostock soziale Brennpunkte vermieden werden. „Außerdem setze ich mich für den Bau einer neuen Schule ein, denn die vorhandenen Schulen platzen vielfach aus allen Nähten.“ Zudem müsse die Digitalausstattung der Schulen deutlich verbessert werden.

Uwe Flachsmeyer ist verheiratet und zweifacher Vater. Nach der Lehre zum Hotelfachmann im Hotel Neptun studierte er Sozialwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre in Göttingen. Heute arbeitet der Diplomkaufmann bei der Deutschen Kreditbank AG.

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Thomas Niebuhr

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