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Viel Lob für Gehlsdorfer Kirchenplatz-Pläne

Gehlsdorf Viel Lob für Gehlsdorfer Kirchenplatz-Pläne

Ortsmitte wird umgestaltet / Gestaltungsbeirat sieht nur Parkgestaltung kritisch

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Gehlsdorf. /Stadtmitte. Die Pläne zur Umgestaltung des Gehlsdorfer Ortskerns kommen gut an: Nach der einhelligen Zustimmung im zuständigen Ortsbeirat sind die drei Entwicklungskonzepte auch im Planungs- und Gestaltungsbeirat der Hansestadt positiv bewertet worden. Das mit Experten besetzte Gremium lobte, dass alle Varianten zu einem „Aufräumen der Situation“ in der Ortsmitte führen. „Von der ersten Präsentation im September bis heute hat sich einiges zum Guten entwickelt“, sagte der Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Klaus-H. Petersen.

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Ortsmitte wird umgestaltet / Gestaltungsbeirat sieht nur Parkgestaltung kritisch

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Nur vereinzelt Kritik

Besonders Variante zwei und drei gefiel den Experten: Denn beide sehen eine Verkehrsberuhigung der Ortsmitte vor. Allen Konzepten gemein ist, dass die Parkanlage neu geordnet und es einen befestigten Platz neben der Kirche geben soll. Beiratsmitglied Barbara Hutter sprach von einer guten Basis, die durch die drei Konzepte gelegt werde. Gleichzeitig warb sie aber dafür, die vorhandenen Schwarzkiefern dringend zu erhalten. „Bäume steigern die Qualität des Ortes“, sagte Hutter.

Beiratsmitglied Antje Osterwold zeigte sich enttäuscht über die vorgeschlagene Gestaltung der Parkanlage. „Das kann noch richtig viel besser werden“, sagte sie. Peter Wagner vom Planungsbüro betonte jedoch, dass der Entwurf bei den Anwohnern sehr positiven Anklang gefunden habe. Gehlsdorfs Ortsbeiratschef Kurt Massenthe (UFR) bestätigte das.

Der Kirchenplatz soll als Verweilbereich erhalten bleiben, aber ein neues Gewand bekommen. Vorhandene Bäume und bestehendes Kopfsteinpflaster werden mit integriert, andererseits wird aber auch viel neu gepflanzt: Rosen, Stauden und Sträucher, Gräser, Farne und viel Rasen.

Mehr Sicherheit gewünscht

Massenthe kann die vereinzelte Kritik aus dem Gestaltungsbeirat nicht verstehen. „So viel wie hier sind unsere Einwohner noch von keinem Planungsbüro eingebunden worden. Alle Wünsche sind eingeflossen. Besser geht es nicht“, sagt er. Die Mitglieder des Ortsbeirates sprachen sich einstimmig für die dritte Variante aus. „Schon aus sicherheitstechnischen Gründen ist das die beste Möglichkeit“, sagt Massenthe. Ausschlaggebend für diese Favorisierung ist vor allem die neue Planstraße A, die den Toitenwinkler Weg und die Rostocker Straße miteinander verbinden.

Die unübersichtliche Kreuzung am Kirchenplatz soll so sicherer werden, denn die Planstraße führt den Verkehr um den Ortskern herum. Pressentin- und Fährstraße sollen zudem eine Aufpflasterung erhalten, um sich von den übrigen Asphaltstraßen abzusetzen. Mit angepeilten Kosten von etwas mehr als 820 000 Euro ist die dritte Variante geringfügig die teuerste.

Die Marktbetreiber im Ortskern sprechen sich hingegen für die zweite Variante aus: Weil die Parkplätze hier neben und nicht hinter den Gebäuden liegen.

Wohnen für Senioren im Fokus

Das Planungsbüro Wagner und die Ingenieurgesellschaft BDC Dorsch Consult haben die Konzepte erarbeitet. Landschaftsarchitekt Dierk Evert plante die Grün- und Freiflächen neu. Das Ziel: eine höhere Aufenthaltsqualität im Ortskern. Zudem soll altersgerechter Wohnraum entstehen. „Der Pfarrer hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass viele 70- und 80-Jährige aus Gehlsdorf wegziehen müssen, weil Wohnungen für Senioren fehlen“, sagt Peter Wagner.

Nach Wunsch des Ortsbeirates sollen im neuen Zentrum auch eine ebenerdige Kindertagesstätte für etwa 130 Kinder und ein betreutes Wohnen eingerichtet werden. „Schon jetzt ist alles zu eng“, sagt Massenthe. Er fragt sich, wie das erst werden soll, wenn all die Neubaugebiete bezogen sind. Insgesamt werden in mehr als acht Jahren 2500 bis 3000 zusätzliche Einwohner in Gehlsdorf erwartet.

Bisher handelt es sich bei den drei Varianten um rein konzeptionelle Überlegungen. Massenthe erwartet, dass noch drei bis vier Jahre vergehen, ehe etwas passiert.

André Wornowski

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