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Rostock So erfolgreich war die Saison im Heideort
Mecklenburg Rostock So erfolgreich war die Saison im Heideort
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20:27 25.10.2018
Im Mai haben Mareike Lange und Paul Wendland die Touristinfo im Heidehaus eröffnet. Bis zum Saisonabschluss im September kamen rund 2700 Urlauber vorbei. Quelle: Michael Schißler
Rostock

Der Sommer in Markgrafenheide war ein voller Erfolg. Das trockene und sonnige Wetter hat Urlauber und Tagesgäste nicht nur nach Warnemünde, sondern auch auf die andere Seite der Warnow gelockt. Im Ortsbeirat des Heideorts wurde am Mittwoch die Saison noch einmal ausgewertet.

„Das war eine intensive, aber durchaus erfolgreiche Sommersaison“, sagt Matthias Fromm von der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde. Das sei nicht nur dem Wetter zu verdanken. „Das liegt auch an den Angeboten der erfahrenen Gewerbetreibenden, die seit Jahren dafür sorgen, dass Einwohner und Gäste einen abwechslungsreichen Sommer erleben.“

Angela Brüggemann vom Strandresort Markgrafenheide kann den Eindruck bestätigen. „Wir hatten wesentlich mehr Gäste und auch mehr Tagesgäste.“ Viele davon seien erstmals in dem Hotel gewesen. „Eine sehr erfreuliche Saison, die erstaunlicherweise noch nicht zu Ende ist.“ Eine wirkliche Nachsaison gebe es hier nicht mehr. „Markgrafenheide ist nicht nur attraktiv im Sommer, sondern zunehmend auch im Herbst und Winter“, betont Fromm.

Auch die Tourist-Information im Heidehaus erfreue sich immer größerer Beliebtheit. In der Zeit vom 10. Mai bis zum 9. September hätten rund 2700 Gäste dieses Angebot in Markgrafenheide genutzt. „Es wurde dort zum Beispiel nach Unternehmungen gefragt, nach Radwegen, nach Strand- und Wasserqualität“, erzählt Fromm.

Doch durch das gute Wetter habe es nicht nur mehr Urlauber, sondern auch mehr Müll gegeben. „Wir haben bei der Strandreinigung auch die Abläufe optimiert.“ Doch das Müllaufkommen sei im Vergleich zu 2017 sogar doppelt so hoch gewesen. „Wir wollen Urlauber und Gäste hier weiter sensibilisieren.“ Auch in der Heide sei Müll ein Problem. „Wir freuen uns, dass sie touristisch genutzt wird, aber wir merken, dass die Vermüllung zunimmt“, sagt Christoph Willert vom Forstamt Rostock.

Dennoch spricht auch er von einer erfolgreichen Saison. Viele Urlauber und Tagesgäste hätten Ausflüge in die Heide unternommen. Allein der Radverkehr sei extrem hoch gewesen. Am Dienstag habe die Messstation Markgrafenheide gezeigt, dass in diesem Jahr mehr als 72 300 Radler hier auf dem internationalen Radweg unterwegs waren. „Das ist enorm.“

Neu in diesem Jahr sei die Eröffnung des Entdeckerpfads gewesen, der in Wiethagen beginnt. „Er ist noch nicht fertig, die Baufirma hat uns ein bisschen hängen lassen“, sagt Willert. Er hofft, dass er in der kommenden Saison fertiggestellt wird. „Der Entdeckerpfad ist ein riesen Zugewinn für die Rostocker Heide“, bestätigt Fromm. „Wir werden es in Zukunft auch verstärkt touristisch nutzen.“

„Die Witterung hat uns jedoch ins Kontor geschlagen“, erklärt der Revierförster. Der alte Wald sei dabei noch gut weggekommen, doch bei den Neupflanzungen habe es Ausfälle gegeben. Rund 35 bis 40 Prozent dieser Pflanzen hätten die Trockenheit und Hitze nicht überlebt. „Das sind Kosten, die wir selbst tragen müssen.“ Sogar einen Waldbrand habe es gegeben. „Es hat 14 Tage, wenn nicht sogar länger gebrannt.“ Ein stehen gelassener Einweggrill habe den Boden entzündet. Eine Fläche von 20 mal 40 Quadratmeter sei verbrannt. „Viele Menschen haben uns auf den Geruch aufmerksam gemacht, doch wir konnten die Stelle lange nicht finden.“ Erst mehrere Wochen später hat ein Wanderer den Brandherd entdeckt und er konnte gelöscht werden.

Von einem ruhigen Sommer spricht der Heide-Sheriff Heiko Heyden. „Es war sicherlich auch für die Polizei ein superheißer Sommer, aber Straftaten gab es kaum. Schon gar nicht von höherer Bedeutung“, erklärt der Kontaktbeamte. Es habe nur ein paar Verkehrsunfälle und Diebstähle gegeben. Im Fokus hätten in dieser Saison Ordnungswidrigkeiten gestanden. „Wir haben mit dem AOD, dem Allgemeinen Ordnungsdienst, zusammengearbeitet. Und das ist eingeschlagen wie eine Bombe“, lobt Heyden. Sie hätten hohe Erfolge erzielt und zahlreiche Wildcamper und Falschparker verwarnt. „Wir wollen diese Zusammenarbeit beibehalten.“

Johanna Hegermann

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