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Hansaviertel Vielfalt für die Besten

Das CJD setzt mit christlichem Leitbild auf Elitenförderung. Eltern bestimmen bei Entwicklung von Projekten mit.

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Schülerin Chiara Maluck steht mit Lehrer Ralf Skopnik im Sport-Übungsleiter-Unterricht vor der Klasse 12a. Bis zu 24 Schüler sitzen manchmal gemeinsam im Klassenzimmer. Es gibt aber auch Einzelunterricht.

Quelle: Ove Arscholl

Hansaviertel. Auftakt für den Schulnavigator: Die Christophorusschule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD) lässt hinter ihre Kulissen blicken und gibt den Startschuss für den neuen Schulratgeber der OSTSEE-ZEITUNG.

Der große Gebäudekomplex im Hansaviertel ist ein Ensemble aus Neu- und Altbauten. Die Turnhalle mit Fitnessraum, Foren für Theateraufführungen und Schülerkonzerte, Mensa, Bibliothek und sogar ein Internat sind nur einige der Anlaufstellen auf dem Schulgelände. Vielfältig ist auch das Bildungsangebot: Für die 1110 Schüler in Gymnasium, Grundschule und Kooperativer Gesamtschule gibt es verschiedene Projekte und individuelle Förderprogramme – die Aushängeschilder der Schule.

Dabei charakterisiert die Förderung junger Leistungssportler und hochbegabter Kinder das Schulprofil. „Die Vielseitigkeit ist unsere Stärke. Jeder Schüler hat andere Bedürfnisse“, sagt die Koordinatorin der Orientierungsstufe Sigrun Richter. Außerschulische Sport-, Bildungs- und Musikangebote seien ein Grund für den großen Zulauf: Schülerband, elektronische Zeitung, Schach- und Technik-AG. Es gibt auch Schüler, die in einer eigenen Firma tätig sind. „VitaBox“ heißt sie und bietet Workshops rund um das Thema gesunde Ernährung an. Für Schulleiter Steffen Kästner ist es wichtig, die Eltern in die Entwicklung neuer Projekte mit einzubeziehen. Zudem unterstütze die Universität Rostock ein Nachhilfeprojekt, in dem Schüler sich gegenseitig helfen.

Die Schule in privater Trägerschaft wird von einem christlichen Leitbild getragen. „Die Identifikation mit unserer ethischen und religiösen Orientierung ist uns wichtig“, sagt die Pressesprecherin Diana-Heike Matuszewski. Voraussetzung für eine Aufnahme ist neben guten schulischen Leistungen auch die christliche Taufe, die zumindest angestrebt sein sollte. 195 Euro Schulgeld investieren die Eltern monatlich in die Bildung ihrer Kinder.

Julian Fibeg hat schon die Grundschule am CJD besucht und schätzt Projekte wie die Schülerpatenschaften, die das Gemeinschaftsgefühl stärken. „Sie haben mir am Anfang sehr geholfen“, sagt der 13-Jährige. Zwölftklässlerin Kyra Siever (18) steht kurz vor ihrem Abitur. „Jeder Abschlussjahrgang hat spezielle Traditionen und Highlights“, so die zweite Schülersprecherin. Sie organisiert momentan die Modenschau der Abiturienten. „Wir übertrumpfen uns gegenseitig, das hebt das Niveau“, sagt sie.

Soziales Engagement würdigt das CJD. „Die Schüler können ein Sozialdiplom erwerben. Das verrät bei einer Bewerbung viel mehr über die Persönlichkeiten“, erzählt Sigrun Richter. Da macht sich auch ein Auslandsaufenthalt gut – ob Peru, Russland oder Schweden.

Zum Mittagessen treffen sich die Schüler in der Mensa. Heiße Speisen werden geliefert und vor Ort ausgegeben. Bei so vielen Schülern kann es da schon einmal eng werden. Deshalb plant das CJD, mehr Platz zu schaffen. Doch nicht nur hier sind die Grenzen der Kapazität erreicht. Denn die Nachfrage ist größer als das Angebot: Auf 60 Schulplätze gibt es drei Mal so viele Bewerber. Um den Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden, sind die Ausgestaltung des Schulhofs und eine neue Caféteria geplant.

Weitere Infos im Internet unter www.cjd-rostock.de

Lea-Marie Kenzler

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