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Volkstheater: Fusion vom Tisch, doch die Geldnot bleibt

Stadtmitte Volkstheater: Fusion vom Tisch, doch die Geldnot bleibt

Das Land akzeptiert das Nein aus Rostock und prüft, ob Schwerin allein lebensfähig ist. Die Förderung des Rostocker Hauses bleibt offen.

Stadtmitte. Rostock hält an einem eigenständigen Volkstheater fest, und die Schweriner Landesregierung nimmt es offenbar hin. Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) ließ gestern ausrichten, dass er die Ablehnung Rostocks akzeptiere. Und Minister Brodkorb lässt als Konsequenz aus den gescheiterten Fusionspläne zwischen dem Volkstheater und dem Schweriner Staatstheater nun prüfen, ob das Schweriner Theater eigenständig existieren kann oder nicht. Für das Rostocker Theater gibt es einen solchen Prüfauftrag nicht.

Die Gespräche zwischen Staatssekretär Sebastian Schröder (SPD) und der Rostocker Delegation aus Verwaltung und Politik endeten mit dem klaren Nein von Oberbürgermeister Roland Methling (UfR) zur Fusion der beiden größten Theater im Land (OZ berichtete). Rostock zeigt dem Staatstheater jedoch nicht komplett die kalte Schulter. „Wir sträuben uns überhaupt nicht gegen eine Kooperation“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Welche Konsequenzen die Rostocker Entscheidung für ein eigenständiges Theater in der Hansestadt habe, sei nicht abzuschätzen, so Kunze. „Wir gehen aber davon aus, dass wir weiter angemessen bei der Theater-Finanzierung berücksichtigt werden“, ist Kunze optimistisch, dass Schwerin den Geldhahn nicht ganz zudreht.

Ob die Fusion wirklich abgehakt werden kann, ist sich Theater-Geschäftsführer Stefan Rosinski nicht ganz so sicher. „Ich glaube nicht, dass sie wirklich dauerhaft vom Tisch ist“, gesteht er sein Misstrauen. Reduziere Schwerin die Zuschüsse, müsse Rostock sich das jedoch nicht gefallen lassen, so Rosinski, notfalls könne die Stadt die Zuschüsse auch juristisch einklagen.

Rosinski ist davon überzeugt, dass mit einer neuen Spielstätte das Volkstheater auch wirtschaftlich wieder auf die Beine komme. Doch bis dahin müsse eben manches überbrückt werden. So wie er sich über die positiven Signale aus der Bürgerschaft zum Theaterneubau freue, so sehr könne er nicht verstehen, dass das Land eine finanzielle Beteiligung am Neubau vehement ablehne.

Auf ihrer Mai-Sitzung wird die Bürgerschaft über eine Beschlussvorlage der Verwaltung entscheiden. Sie schlägt den Bussebart und den Stadthafen als mögliche Theater-Standorte vor und will einen Wettbewerb ausloben.

Thomas Sternberg

OZ

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