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Rostock Volkstheater zeigt Kinderstück über Feuerwehr
Mecklenburg Rostock Volkstheater zeigt Kinderstück über Feuerwehr
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07:33 04.12.2018
Sandra-Uma Schmitz, Steffen Schreier und Lukas Gabriel (v.l.) in dem Stück "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt". Quelle: Dorit Gätjen
Rostock

Der kleine Meier hat ständig Schmacht. Oma Eierschnecke hat die Milch auf dem Herd vergessen - und ist überhaupt schon etwas tüddelig. Emil Zahnlücke sieht sich schon mit Goldmedaille um den Hals auf dem Olymp der Sportler, landet aber im vereisten Wasser. Luis Lecker ist aufgebracht, weil er seinen Zootieren ihr Abendbrot nicht zubereiten kann.

Überhaupt ist verdammt viel los an diesem Tag auf der Feuerwache Nord. Gerade an diesem Tag, als der berühmte und ganz schön nervige TV-Moderator und/oder Zeitungsjournalist – da ist das Stück ein wenig uneins und medienuneins – Ingo Illert zu Gast ist. Der will in seiner berühmten und ganz schön nervigen Show „IIhdK – Ingo Illert hinter die Kulissen“ seinen Fans einmal zeigen, wie es auf der Feuerwache so zugeht. Und gerade an einem solchen Tag ist die Hölle los auf der Wache. Wenn das mal gutgeht.

Erst ist der Keller des Rathauses überflutet, dann meldet der Bauer ein Wespennest am Schweinestall, dann brennt Oma Eierschneckes Küche, zu allem Überfluss muss Emil Zahnlücke seine Olympiaträume auf dem dünnen Eis des Schwanenteichs ausprobieren und bricht ein und als wenn das nicht genügt, pustet der Sturm einen Baum im Zoo um. Puuuh!

80 Gäste erlebten im Ateliertheater des Rostocker Volkstheaters ein liebevolles, nettes und lustiges Stück, bei dem die vier Darsteller sichtbar ins Schwitzen gerieten. Der Action und Ausrüstung wegen. „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ ist klassisches Ateliertheater – mit Wortwitz, Musikwitz und Slapstick á la Ohnesorg für den kleinen Raum geschrieben und von Regisseurin Nina Baak für den kleinen Raum und das kleine Ensemble inszeniert.

Die sieben Personen – drei Feuerwehrleute, drei Opfer, ein Reporter – werden von vier Darstellern auf die Bühne gebracht. Wobei vor allem Lukas Gabriel als ewighungriger Feuerwehr-Azubi „Kleiner Meier“ zu gefallen weiß und Alexander von Säbel bei der Premiere in vier Rollen zu erleben ist. Als irrlichternder Reporter Illert, als tüddelige Oma, als lispelnder Emil und als überforderter Zookoch Lecker (Säbel wechselt sich in diesem Vierfach-Auftrag mit Ulrich K. Müller ab). Auch Steffen Schreier mixt als Löschmeister Wasserhose Routine und wahren Körpereinsatz fast bis zur Erschöpfung und Sandra-Uma Schmitz gelingt ein hübscher Spagat zwischen verantwortungsbewusster Feuerwehrfrau und verliebter Frau, die dem TV-Star Illert an den Lippen hängt und ihn gern falsch versteht, als er die überforderten Feuerwehrleute am Ende aufmuntern will, etwas für den Nachwuchs zu tun. „Ja gern“, haucht sie. Ein Witz, den dann wohl nur die Eltern verstanden haben dürften.

Das Stück darf durchaus als pädagogisch wertvoll durchgehen (Nicht aufs Eis gehen! Nicht mit Feuer spielen!), vermeidet aber den erhobenen Zeigefinger. Dafür setzt es auf wiederkehrende Humorrituale, was bei Kindern sehr gut ankommt, wie der immer wieder scheiterende Versuch einer Pause, samt einer hübschen Variante des Kubsongs zum Kaffetrinken oder die andauernd im Bauch des „Kleinen Meiers“ verschwindenden Stullen. Auch der Schluss mit dem Hinweis auf eine aus finanziellen Gründen unterbesetzten Feuerwache hat Vätern und Müttern wohl aller Branchen ein müdes Erkenntnislächeln aufs Gesicht gezaubert. Wo ist das heute nicht mehr so?

Michael Meyer

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