Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Volkstheater Artistik, Tanz und Spaß: Theater des Friedens ist zurück
Mecklenburg Rostock Volkstheater Artistik, Tanz und Spaß: Theater des Friedens ist zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 30.11.2017

Mit Federn am Fahrrad rollt Clown und Akrobat Martin van Bracht durch den Saal. Er gehört zu den Berliner Künstlern „Die Aristokraten“. Sie führen skurrile Tanzeinlagen auf, angereichert mit Partnerakrobatik und artistischen Kunststücken. Immer wieder brandet Applaus auf.

Das Theater des Friedens ist zurück – und zwar so, wie Rostock es noch nie erlebt hat. Knapp 120 Gäste feierten am Dienstag die Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen Hauses. 1914 ist es als eines der ersten Lichtspielhäuser der Stadt eröffnet worden. Jahrzehntelang war es ein Kino, zuletzt wurde es als Club genutzt. Nun will Geschäftsführerin Sandra Dahlmann es zu einem Haus der Kultur machen. „Bei uns soll sich jeder wiederfinden: Jung und Alt, Klassik- und Popliebhaber, Film- und Theatergenießer. Alle sollen sich wohlfühlen“, sagt Dahlmann. Der Zauber vergangener Tage solle erhalten bleiben. „Dieses Gebäude ist etwas ganz Besonderes.“

Den Gästen gefällt’s. „Es ist schön hier und mal etwas anderes. Die Innenausstattung ist dem Ambiente angepasst worden“, sagt Mediengestalterin Caro Steinhagen. Auch Redakteurin Anne Kliem und Service-Professional Arne Franzen sind angetan. „Das Konzept ist gut und ambitioniert. Es wäre schön, wenn es funktioniert“, sagt Kliem. Franzen spricht von einem „Highlight für Rostock“. Einen ersten Vorgeschmack auf die neue Vielfalt gibt die Varieté-Bühnenshow am Dienstag. „Beeindruckend“, sagt Dahlmanns Lebensgefährte

Rolf Elgeti. Der Hansa-Investor hat das Theater des Friedens in diesem Jahr gekauft. „Es ist schön und eine große Freude, dass hier nun ein vielfältiges Programm angeboten wird. Das Haus ist wie gemacht dafür“, sagt Elgeti. Vater Herwig Elgeti lobt seinen Sohn für die Investition. Der Landwirt verleiht ihm den Titel „staatlich anerkannte Fachkraft für Traumerfüllung“, kurz: „Saft“. Erst habe Rolf Elgeti die Wiedergeburt des Ostseestadions ermöglicht, dann vielen Familienmitgliedern geholfen und nun seiner Lebensgefährtin einen Traum erfüllt.

Die Künstler freut’s ebenfalls: „Die Bühne ist der Hammer und ein Geschenk. So etwas habe ich erst einmal erlebt. Ich habe mich sofort wie zu Hause gefühlt“, sagt Martin van Bracht. Lob kommt auch von Moya-Inhaber Niels Burmeister: „Das Konzept ist toll und sehr mutig. Ich bin gespannt, ob sich das durchsetzt.“ Eine super Idee sei das Puppentheater für Kinder. Stadtvertreter Uwe Flachsmeyer (Grüne) gefällt der breite Kultur-Mix. Er selbst sei zu Jugendzeiten im Theater des Friedens gewesen, als es noch ein Clubkino war. Nun freue er sich auf die Feuerzangenbowle-Abende.

OZ

Anzeige