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Rostock Volle Aufklärung nötig
Mecklenburg Rostock Volle Aufklärung nötig
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00:00 11.09.2013

Die Rostocker Polizei nutzt Mitarbeiter der RSAG als Hilfssheriffs für Informationen über Fahrgäste. Diese Nachricht sollte Bus- und Bahnfahrer der Hansestadt besorgt machen. Die Polizei räumt ein: Schaffner haben eine Liste mit Menschen erhalten, derer die Beamten gern habhaft werden wollen. Das klingt zunächst nach einem fantasievollen Schachzug, um per Haftbefehl Gesuchte in der Bahn zu stellen. Es bleibt aber illegal. Und es wirft viele Fragen auf: Haben hier nur einzelne Beamte gehandelt, wie das Polizeipräsidium glauben machen will? Wie groß ist die Dimension dieses gesetzlich nicht gedeckten Späh-Angriffes auf die Privatsphäre? Ist das jetzt Bekannte nur die Spitze eines Eisberges? Die Polizei hat reagiert und die Schaffner-Zuarbeit gestoppt — nach der OZ-Anfrage. Sie tut gut daran, öffentlich klar und umfassend Stellung zu beziehen. Die RSAG wiederum hat sich an den Rand der Glaubwürdigkeit gesteuert. Denn erst wollen Verantwortliche des Unternehmens die Praxis nicht kennen, dann zeigen sie auf die Polizei.

OZ

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