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Rostock Von A wie Abel bis Z wie Zwinger
Mecklenburg Rostock Von A wie Abel bis Z wie Zwinger
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21:41 07.06.2018
Stadtmitte

Endlich ist es da: Der Hinstorff Verlag hat gestern das Rostock-Lexikon herausgegeben. Neun Jahre haben 53 Autoren und ein kleines Redaktionsteam an dem Standardwerk gearbeitet. „So ein Werk ist erstmalig für Rostock“, sagt Eva Maria Buchholz, Leiterin des Buchverlags. Damit reiht sich Rostock in die Riege anderer großer Städte wie Lübeck, Bremen oder Hamburg ein. „Es war einfach an der Zeit, dass auch Rostock ein Lexikon bekommt.“

Annett Preusche zeigt das Rostock-Lexikon auf dem Neuen Markt. Seit gestern ist das Nachschlagewerk mit kompaktem Wissen aus 800 Jahren Stadtgeschichte im Handel. Quelle: Foto: Ove Arscholl

Von Anfang war das Projekt als Geschenk zum Stadtgeburtstag gedacht. „Es ist ein wichtiger Meilenstein im Jubiläumsjahr“, sagt die Verlegerin. Eigentlich sollte mit der Veröffentlichung des Buchs das Jubiläum sogar starten, doch es gab Verzögerungen. „Jetzt, zwei Wochen vor der großen Feier zum 800. Stadtgeburtstag, passt es hervorragend.“

Auf 592 Seiten finden sich 865 Stichworte und mehr als 700 Bilder, die die gesamte Geschichte der 800-jährigen Stadt zusammenfassen. Ursprünglich habe man 800 Stichworte für 800 Jahre geplant, doch ein Thema führte zum nächsten. „Da konnte die Redaktion nicht einfach bei 800 Stichworten Schluss machen“, erklärt auch der Lektor Henry Gidom.

Das erste und das letzte Stichwort im Lexikon hätten noch zu einigem Kopfzerbrechen geführt. „Beinahe hätte das Buch A wie Abwasser bis Z wie Zwangssterilisation umfasst“, sagt Gidom lachend. Daher habe man noch nach zwei weiteren Stichpunkten gesucht: „Diese sind durchaus sinnvoll, nun umfasst das Buch Abel bis Zwinger.“ Bei Abel handelt es sich um einen ehemaligen König von Dänemark, der die älteste Urkunde im Stadtarchiv Rostock ausstellen ließ. Der Zwinger ist hingegen ein Bauwerk der Stadtbefestigung, das einst vor dem Steintor gestanden hatte. „Es war ein Mammutprojekt, das viel Zeit, Aufwand und Nerven gekostet hat, umso größer ist jetzt die Freude“, sagt Gidom. Er ergänzt: „Das ist schon etwas Besonderes. Ich weiß nicht, ob ich als Lektor solch ein Projekt noch einmal begleiten darf.“ Auch das Interesse der Rostocker sei groß. „Es gibt schon mehrere hundert Vormerker“, sagt Eva Maria Buchholz.

Mit der feierlichen Vorstellung des Buches gestern in der Buchhandlung Hugendubel wollten sich die Macher auch noch einmal für die Arbeit aller Autoren und Redakteure bedanken. „Bis auf den Redaktionsleiter haben alle ehrenamtlich gearbeitet“, erklärt Eva Maria Buchholz. Ohne diesen Einsatz wäre die Herausgabe des Lexikons nicht möglich gewesen, betont sie. „Alle Teilnehmer bekommen Belegexemplare“, ergänzt Buchholz. Einen besonderen Dank lässt sie auch noch einmal dem Redaktionsleiter Reno Stutz und den Bildgebern zukommen. „Die Bildredaktion war mindestens genauso aufwendig.

Hochachtung vor dieser Leistung“, betont die Verlegerin. Gut 700 Bilder habe man für das Buch zusammengetragen. „Darunter auch Bildmaterial, das so noch nicht veröffentlicht wurde.“

Unterstützung habe es für das Projekt auch vonseiten der Stadt gegeben. Das Rathaus hatte sich an den Druckkosten beteiligt und kann sich im Gegenzug über einige Freiexemplare freuen. Außerdem hat Oberbürgermeister Roland Methling (UfR) das Grußwort beigesteuert. Für ihn ist das Lexikon ein Standardwerk für jeden Rostocker und für alle, die es noch werden wollen. „Es gibt wohl kaum vergleichbare Vorhaben, bei denen sich derart viele Rostock-Expertinnen und -Experten einem einzigen gemeinsamen Projekt verschrieben haben.“ Er betont: „Das Buch bringt 800 Jahre Rostocker Stadtgeschichte auf den Punkt.“

Doch warum haben sich die Macher für ein gedrucktes Buch entschieden? „Fundiertes Wissen über Rostock ist in dieser Kompaktform im Internet nicht zu finden“, sagt der Lektor Gidom. Auch die Verlagsleiterin ist von der Wahl des Mediums überzeugt. „Wikipedia ist zum Beispiel nicht geprüft und wir haben hier Fachleute gefragt“, erklärt Eva Maria Buchholz. Das Buch sei bis zum Druck immer wieder aktualisiert worden. Die Verlegerin schließt auch nicht aus, das Buch irgendwann als E-Book zur Verfügung zu stellen. „Und das könnte man unter Umständen aktualisieren.“

Fast zwei Kilo schwer

865 Stichworte umfasst das Rostock-Lexikon

auf 592 Seiten. Insgesamt gibt es mehr als 700 Bilder.

53 Autoren haben in neun Jahren ehrenamtlich an

dem Buch gearbeitet. Geleitet

wurde das Projekt durch Reno Stutz, der sich als Historiker in MV ein

großes Netzwerk aufgebaut hat.

1,604 Kilogramm ist das Standardwerk schwer.

Das Rostock-Lexikon gibt es seit gestern im Handel. Preis: 45 Euro ISBN: 978-3-356-02151-6

Johanna Hegermann

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