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Rostock Von das Röwern un Musen
Mecklenburg Rostock Von das Röwern un Musen
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00:00 12.04.2013

Un to meist ward de Verbräker gor nich orrer väl later grepen. Hannes, de bi mi inkeek un denn ik mien Sorgen sech, stimmt mi tau. He meent œwer ok, dat dat sowat ok all in olle Tieden geef. „Een büschen geef dat ümmer to hålen. Åwer dat wür ok nich so fix bekannt“, secht hei. „Wat hüt passert, steiht morgen in dat Bladd“, sech ik. Hannes hett, so as ümmer, een Bispill.

Mellt wür dat an‘n 4. May 1819 ut Paris, wat an‘n 1. März in Madrid passiert wier. In de Stralsundische Zeitung stünn dat an‘n 19. May 1819. Œwer dat Gescheihn hem wi uns hœgt. In de Kark von St.

Francois d‘ Assise höll de Bischof Doden-Vesper för de dod bläwen Königin von Spanien. Denn‘ lecht he sien Gewand af up een sülwern Schöttel. Kum is‘t passert, „so erscheint ein Dieb, macht vor dem Altar eine tiefe Verneigung und ergreift die Schüssel mit den reichhaltigen Ornamenten und der mit den Edelsteinen verzierten Bischofshaube“. Hei löppt ganz sinnig an de Soldaten un an de Deeners von denn Prälaten vörbi, de glöften, hei hürt tau dat Kloster. Dat gaude Stück wier wech.

Nich ümmer güng dat so kommod bit Musen tau. Ut Paris kregen de „Neuesten Zeitungen“ in Rostock up denn‘ 4. November 1802 to weiten, dat een von Genua utlopen französisch Schipp von twei Röwerschaluppen anhollen wür. „Über 20 000 Thaler baar Geld des Capitains“ güngen mit de Röwer von Burd. „Hem‘s de krägen?“, fröch Hannes. Ik gef em kund: „Zu Genua hat man deshalb viele Verdächtige arretieret, aber die Thäter hat man noch nicht“. Dor blifft uns väl Platz tau‘n råden: hemm se de Röwer krägen orrer nich. Wi weiten dat all bei‘ nich.

OZ

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