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Rostock Von der Rezeption an den Brennofen
Mecklenburg Rostock Von der Rezeption an den Brennofen
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00:00 21.03.2013
Janine Pupke zeigt Keramiken mit Gräserdesign. Quelle: Jürgen Falkenberg
Fahrenholz

Am eigenen Stand wird sie Töpferwaren aus ihrer Werkstatt zeigen und zum Kauf anbieten. Ungeduldige finden schon jetzt — wie zum Tag der offenen Töpferei — den Weg zu „Keramik-Arts“ in der alten Dorfstraße in Fahrenholz.

Janine Pupkes Wunsch war von Jugend an: „Etwas mit den Händen machen.“ Die Wendezeit führte sie jedoch in eine andere Bahn. Sie wurde Hotelfachfrau, war Jahre in Lübeck leitend tätig. Die private Wende kam vor vier Jahren. Verheiratet mit Markus, auch Luca, der Vierjährige, war schon da, kam nun h Lina dazu. Die Elternzeit wurde zur Startzeit für die Töpferei.

„Einfach anfangen, autodidaktisch das Handwerk erlernen und vor allem Eigenes kreieren“, so ihre Motivation. „Der Brennofen war die erste Anschaffung“, sagt Janine Pupke, und: „Nach drei Monaten hatte ich immer noch kein Stück für mich. Fertiges wurde mir immer gleich entrissen“. Der Schritt in die Selbstständigkeit erwies sich als richtig. Nun ist „Keramik-Arts“ bereits Gewerbe. Die Töpferin spezialisierte sich auf Wunschkeramik. Der Kunde sagt seine Vorstellungen, die umgesetzt werden. So entstehen auch getöpferte rote Waschbecken.

„Mein Schwerpunkt ist die Keramik im Gräserdesign“, sagt sie. Frei geformt — „Ich habe keine Töpferscheibe“ — entstehen in elf Arbeitsschritten Keramik-Unikate, geziert mit Abdrücken von Gräsern, Blüten und Früchten. In der Werkstatt, 2012 vom Ehemann fertiggestellt, entstehen auch Tonwaren in kräftigen Farben, lustig anzusehen. Über allem wacht auf dem Werkstattdach ein verschlafener Geselle, der Schnarcher. Luca (8) hat seiner Mutter bereits viel abgeschaut. Auch seine Arbeiten sind neben den Kunstwerken der Töpferin zu sehen.

Jürgen Falkenberg

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