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Rostock Vor Abriss: Feuerwehr übt Großeinsatz in Wohnblock
Mecklenburg Rostock Vor Abriss: Feuerwehr übt Großeinsatz in Wohnblock
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19:46 08.09.2018
Jörn Barkow ist stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Tessin. Quelle: Ove Arscholl
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Tessin

Eine ungewöhnliche Brandschutzübung haben am Sonnabend die Feuerwehren aus Tessin und Thelkow im Landkreis Rostock absolviert. Um sich auf einen Notfall möglichst realitätsnah vorzubereiten, nutzten die knapp 40 Rettungskräfte einen leer gezogenen Wohnblock als Trainingsstätte. Der Tessiner Wehrführer Lars Freitag sprach von einer einmaligen Möglichkeit.

Die Freiwilligen Wehren aus Tessin und Thelkow haben am Sonnabend die Möglichkeit genutzt, in einem leer gezogenen Wohngebäude zu trainieren. Knapp 40 Einsatzkräfte waren beteiligt.

„Wir haben davon gehört, dass die Gebäude am Rosengarten in Tessiner abgerissen werden sollen, und haben uns dann vorgenommen, hier eine Tagesübung durchzuführen“ , sagt Freitag. Schließlich könnten hier Ausbildungsthemen angewendet werden, bei denen es sonst unmöglich ist, sie praktisch zu üben. „Ohne Rücksicht auf Verluste können wir in den Wohnungen hantieren, wie es im Normalfall während eines Einsatzes auch passieren kann“, so der Wehrführer. 

An fünf Übungsstationen haben die Rettungskräfte unter anderem die Suche nach Vermissten unter Pressluftatmung und das Retten von Personen über Balkone geübt. Auch konnte der Löschangriff nass erstmals in einem Gebäude trainiert werden. Später folgte dann eine kompakte Einsatzübung, bei der die Rettungskräfte das Erlernte ohne Hilfe der Ausbilder anwendeten.

158 Wohnungen werden abgerissen

Möglich machte die Übung die Tessiner Wohnungsbaugesellschaft (TWG). Sie stellte den leer gezogenen Wohnblock zur Verfügung. „Es ist wichtig für uns, unseren Beitrag als kommunales Unternehmen zu leisten“, begründete TWG-Geschäftsführer Patrick Schult den Schritt. Im Oktober soll mit den Abrissarbeiten des Gebäudes begonnen werden.

Insgesamt baut das Unternehmen 158 Wohnungen an dem Standort zurück. In einem ersten Schritt sollen zunächst 25 neue altersgerechte und barrierefreie Wohneinheiten entstehen. Weitere folgen je nach Nachfrage später. „Wir denken auch über Sozialwohnungen nach“, sagt Schult.

Bürgermeisterin Susanne Dräger lobt die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, TWG und Stadt. „Es ist toll, dass unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute so viel Bereitschaft zeigen, noch besser auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.“ Gerade bei den vergangenen Feldbränden sei zu spüren gewesen, wie schnell auch Personen in Gefahr geraten können, wenn sich Häuser in der Nähe befinden. Durch das Einüben der Technik sei die Feuerwehr nun in der Lage, im Notfall noch schneller helfen zu können. „Besser geht es nicht“, so Dräger.

Wornowski André

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