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Rostock Vorher Lager – jetzt Raum voller Kultur
Mecklenburg Rostock Vorher Lager – jetzt Raum voller Kultur
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00:00 06.12.2017
Dachdeckergeselle Michael Völz (32) schneidet Holz für das neue Treppengeländer im Gemeindehaus. FOTOS (2): STEFANIE ADOMEIT
Stäbelow

Das Stäbelower Gemeindehaus wird vergrößert. Seit Mai laufen die Bauarbeiten, nun ist ein Ende in Sicht. Mitte Januar soll die Sanierung beendet sein. „Wir fiebern der Fertigstellung schon entgegen“, sagt Gunnar Kracke (74), Vorsitzender des Kulturvereins. Denn aufgrund der Bauarbeiten mussten einige Veranstaltungen ausfallen.

Das Stäbelower Gemeindehaus wird vergrößert – im Januar soll offizielle Wiedereröffnung sein

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, kann der Dachboden des Hauses komplett genutzt werden. Vorher ein riesiges Lager – jetzt ein Obergeschoss voller Leben und Kultur. Haben sich vorher die Heimatstube und die Bibliothek ein Zimmer geteilt, gibt es jetzt einen Raum nur für Bücher. „Wir freuen uns sehr. Der neue Raum ist schön geworden und hell“, sagt Monika Bösener (67), Vorsitzende vom Heimatverein. Bis zu 4000 Bücher müssen nun neu katalogisiert werden. Außerdem sollen zukünftig Buchlesungen stattfinden und Kindergartengruppen sowie Schulklassen eingeladen werden. „Das ging vorher aufgrund von Statik- und Platzgründen nicht“, bedauert Bösener.

Wenn es nach Bürgermeister Hans-Werner Bull gegangen wäre, hätte der Umbau schon viel früher stattgefunden. „Wir haben drei oder vier Jahre um Fördermittel gekämpft“, sagt das Gemeindeoberhaupt.

Insgesamt wurden in den Umbau 420000 Euro investiert. Davon kamen vom Land knapp 200000 Euro Fördermittel.

Dass der Raum in der oberen Etage nicht genutzt werden konnte, war Bull schon lange ein Dorn im Auge. Der Hauptgrund für den Ausbau: „Wir wollten die Bedingungen für die Vereinsarbeit erheblich verbessern.“ Das scheint gelungen, denn neben der Bibliothek gibt es nun außerdem noch zwei Räume: In einen davon kommt die Heimatstube mit Ausstellungsstücken aus der Geschichte des Ortes und der umliegenden Landwirtschaft. „Der Dritte wird ein gemütlicher Mehrgenerationenraum – für Jugendliche genauso, wie für Senioren“, sagt Bull. Außerdem werden einige Räume als Büros vermietet, es gibt eine kleine Teeküche und ein behindertenfreundliches Bad.

Da wo jetzt noch Farbeimer und Kartons stehen und Pinsel liegen, zieht bald wieder Leben ein. Die untere Etage wird nach wie vor als Begegnungsstätte für Senioren von der Volkssolidarität genutzt.

Und erstrahlt bereits in freundlichem Gelb. Demnächst kommt der neue Fußboden. „Hier ist ganz ganz viel Kultur im Haus“, freut sich Bull. Ob Puppentheater, Kabarett oder Lesungen – hier findet sich für jede Altersgruppe etwas. Besonders wichtig ist, dass das neue Haus jetzt barrierefrei ist. Der Lagerraum in der unteren Etage ist jetzt auch weg – hier fährt jetzt ein Fahrstuhl zur Bibliothek und Heimatstube. „Das ist zwar an sich gut, aber wir müssen jetzt erstmal gucken, wo wir einige unserer Sachen lassen“, bedauert Gunnar Kracke.

Bull ist wichtig, dass das Areal mit Gemeindehaus und Freiwilligen Feuerwehr als Gemeindezentrum gesehen wird. Damit Einwohner die Räumlichkeiten einfacher nutzen können, hat er einen Objektverwalter eingestellt.

Stefanie Adomeit

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