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Rostock Chris Müller-von Wrycz Rekowski will Rostocks OB werden
Mecklenburg Rostock Chris Müller-von Wrycz Rekowski will Rostocks OB werden
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19:42 16.10.2018
Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) will Oberbürgermeister von Rostock werden. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Es hat sich schon lange angekündigt, nun soll es bald offiziell werden: Die SPD will Rostocks Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski als Kandidaten in die Oberbürgermeisterwahl Ende Mai 2019 schicken. Der erweiterte Kreisvorstand der Rostocker SPD nominierte den 50-Jährigen ohne Gegenstimmen. Aus dem Rennen ist damit Landesfinanzminister Mathias Brodkorb, dem ebenfalls Ambitionen auf den Posten als OB nachgesagt wurden.

Chris Müller ist in ganz Rostock als Gestalter und ausgewiesener Verwaltungsfachmann bekannt. Ich freue mich auf einen engagierten Wahlkampf für ein wirtschaftliches starkes, sozial gerechtes und gemeinsam mit allen Menschen gestaltetes Rostock“, sagt der SPD-Kreisvorsitzende Julian Barlen. Der derzeitige Vize-OB habe beispielsweise beim Volkstheater und bei Hansa Rostock gezeigt, dass er auch in schwierigen Zeiten Verantwortung für die Hansestadt trage, so Barlen weiter.

Lob von Schwesig

Die SPD-Landesvorsitzende Manuela Schwesig lobt Müller-von Wrycz Rekowski als sehr fachkundigen, zupackenden und verlässlichen Finanzsenator und ersten stellvertretenden Oberbürgermeister. „Rostock als größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum unseres Landes braucht einen starken Oberbürgermeister wie Chris Müller, der das große Potential der Hanse- und Universitätsstadt mit Leidenschaft entwickelt und der im Land sehr gut vernetzt ist“, sagt Schwesig.

Müller-von Wrycz Rekowski wurde in Gera geboren und lebt seit 1988 in Rostock. Hier hat er Jura studiert, promovierte zum Umweltrecht und arbeitete anschließend für das Land im Finanz- und Steuerbereich. Ab 2007 war er im landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) für die Bereiche Personal und Finanzen zuständig.

Im August 2014 trat Müller-von Wrycz Rekowski dann sein Amt als Finanzsenator in der Hansestadt an und wurde Vize-OB. Seitdem habe er gezeigt, dass er Rostock lenken und leiten könne, sagt Steffen Wandschneider-Kastell, SPD-Fraktionschef in der Bürgerschaft. „Er geht auf die Menschen zu und wird durch seine konstruktive Art über alle Parteigrenzen hinweg als Fachmann geschätzt“, so der Stadtvertreter.

Rostock hat viel Potential“

Landesfinanziminister Mathias Brodkorb (SPD) waren auch Ambitionen auf den OB-Posten nachgesagt worden. Quelle: OVE ARSCHOLL

Chris Müller-von Wrycz Rekowski selbst bedankt sich für das Vertrauen seiner Parteigenossen: „Rostock ist eine wunderschöne Stadt mit sehr viel Potential. Wir gemeinsam wollen unseren Teil dazu beitragen, dieses zu entwickeln.“ Eine Mitgliederversammlung muss den Wunsch-Kandidaten des SPD-Kreisvorstandes Ende November jedoch noch bestätigen.

Auf die Unterstützung von Noch-Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) wird Müller-von Wrycz Rekowski hingegen wohl verzichten müssen. Dessen Wählerbündnis UFR hat zuletzt überraschend den Personalchef des Rathauses, Dirk Zierau, für die OB-Wahl nominiert. Dabei galt der stellvertretende Oberbürgermeister und Finanzsenator über Monate als Methlings Wunschkandidat. Der OB überließ dem SPD-Politiker wichtige, repräsentative Termine und auch prestigeträchtige Aufgaben im Rathaus. Seit einigen Monaten soll sich das Verhältnis zwischen dem Methling und seinem Finanzsenator aber spürbar abgekühlt haben.

FDP und CDU unterstützen IHK-Präsident Madsen

FDP und CDU machen sich hingegen für den parteilosen IHK-Präsidenten Claus Ruhe Madsen stark. „Er ist eine kompetente und charismatische Persönlichkeit“, sagt der Liberale Christoph Eisfeld. Auch Rostocks CDU-Chef Daniel Peters betont: „Er kann integrieren und wird ein echter Gewinn sein.“ Beide erhoffen sich durch Madsen eine bessere politische Kultur, wie sie sagen. Schließlich setze er auf Zusammenarbeit statt auf Machtspielchen, so Peters.

Insgesamt gibt es nun fünf Bewerber für das höchste Amt der Stadtverwaltung: Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Die Linke) hat seine Kandidatur bereits im Sommer bekannt gegeben. Die Grünen schicken Uwe Flachsmeyer ins Rennen.

Rostocks Oberbürgermeister seit 1945

1945: Christoph Seitz

1945–1946: Otto Kuphal (SPD)

1946–1949: Albert Schulz (SPD)

1949–1952: Max Burwitz (SED)

1952–1953: Rudolf Heyden (SED)

1953–1954: Karl Kasten (SED)

1954–1955: Hans Röther, amtierender Oberbürgermeister

1955: Bruno Schmidt (SED)

1956–1960: Wilhelm Solisch (SED)

1961–1968: Rudi Fleck (SED)

1968–1975: Heinz Kochs (SED)

1975–1990: Henning Schleiff (SED)

1990: Christoph Kleemann, amtierender Oberbürgermeister

1990–1993: Klaus Kilimann (SPD)

1993–1995: Dieter Schröder (SPD)

1995–2004: Arno Pöker (SPD) (Rücktritt zum 31. Oktober 2004)

2004–2005: Ida Schillen (PDS), amtierende Oberbürgermeisterin

seit 2005: Roland Methling (parteilos)

André Wornowski

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