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Abfallsauger nimmt Kampf mit Scherben und Kippen auf

Warnemünde Abfallsauger nimmt Kampf mit Scherben und Kippen auf

Zu den innovativen Ideen für eine saubere Stadt zählen der Radwegewart und die Handreiniger. Am Sonnabend zeigt die Stadtreinigung ihr Know how.

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Armin Eick war gestern im Park am Südostufer des Alten Stromes mit seinem Abfallsauger unterwegs.

Quelle: Achim Treder

Warnemünde. Ein echter Hingucker: Immer dienstags dreht ein Mann mit einem Riesenstaubsauger am Alten Strom von Warnemünde seine Runden. Erster Tipp der meisten Beobachter:

ein Laubsauger. Doch weit gefehlt. Die mehrere Tausend Euro teure Maschine kann viel mehr. „Scherben, Zigarrettenkippen, Papier, Hundekot“, zählt Steffen Böhme, Pressesprecher der Rostocker Stadtentsorgung, auf. „Wir setzen den Abfallsauger vor allem in repräsentativen Gegenden Rostocks und Warnemündes ein“, sagt er, „dort, wo wir mit unseren Kehrmaschinen schlecht hinkommen und wo es auch für die manuelle Reinigung problematisch ist“.

Armin Eick, der den neuen Hightech-Staubsauger bedient, ist im Ostseebad neben dem Alten Strom auch in der Seestraße und der Kurhausstraße unterwegs. „In der Regel reicht der 240-Liter-Behälter, der zum Gerät gehört, für einen Tages-Job aus. Das Gerät kann sich selbst fortbewegen, der Bediener kann es somit leicht hinter sich herziehen; den Rüssel stets dem Abfall entgegenhaltend.

Wer vermutet, dass jetzt alle Warnemünder Parkanlagen mit dieser neuen Technik gereinigt werden, liegt falsch. „Ich denke, der Pflegezustand der Parks, ob Aranka-, Stephan-Jantzen- oder Kurpark, ist in Ordnung“, sagt Jan Eisenberg vom Stadtgrünamt. Vor der Anschaffung durch die Stadtentsorgung habe es Konsultationen mit dem Umweltamt dazu gegeben. „Bei den begrenzten Mitteln, die wir haben, müssen wir schauen, was sinnvoll ist und was auf herkömmliche Weise gemacht werden kann.“

Wie Böhme erklärt, läuft in Rostock mit dem Abfallsauger zurzeit noch ein Test. „Bevor wir jedoch mehr Geräte davon kaufen, müssen wir davon überzeugt sein, dass dies sinnvoll ist“, so Böhme.

Bisher gebe es jedoch überwiegend positive Erfahrungen. Dennoch werde eine Anschaffung auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geprüft. „Wenn wir mit so einer teuren Investition an anderer Stelle keine Einsparungen machen, macht der Kauf am Ende keinen Sinn“, so der Sprecher.

Das Rostocker Entsorgungsunternehmen hat in jüngerer Zeit bereits mehrfach nach neuen Wegen für eine sauberere Stadt gesucht. Nicht immer ist es komplizierte Technik, die den Schlüssel zur Lösung eines Problems bringt. So gibt es an der Warnow inzwischen auch einen Radwegewart, der die Pisten für die Bikes abradelt und von Hindernissen, wie beispielsweise Scherben, befreit. „Was er nicht gleich selbst beseitigen kann, leitet er weiter“, so Böhme, der weiß, dass besonders Scherben auf Radwegen auch in Rostock immer wieder zu großem Ärger führen.

Auch drei Handreiniger — Männer, die mit Besen, Schaufel und Mülltonne durch die Straßen ziehen, sorgen in Rostock inzwischen für deutlich mehr Sauberkeit. Neben Warnemünde sind es die Innenstadt und die Kröpeliner-Tor-Vorstadt, in denen die Handreiniger eingesetzt sind.

Die Parks in Warnemünde will das Grünamt künftig möglichst mit eigenen Kräften und traditionellen Mitteln sauber halten.

Buntes Programm auf dem Betriebshof
Der Tag der offenen Tür am Sonnabend ist der Höhepunkt der Feiern zum 60. Jahrestag der Rostocker Stadtentsorgung, gemeinsam veranstaltet mit dem Amt für Umweltschutz.


Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher auf dem Betriebsgelände am Petridamm in einer Technikausstellung historische und moderne Fahrzeuge anschauen und einen Blick in die Werkstätten werfen.

Zu den Attraktionen auf dem Betriebsgelände zählen an diesem Tag neben der Technikausstellung auch Mitfahrgelegenheiten, die Verkostung fair gehandelter Produkte und ein Mülltonnen-Segway-Parcours.


Auf der Bühne gibt es ein Konzert mit Wolfgang Ziegler und Tochter Sabrina sowie eine musikalische Zeitreise 60 Jahre SR mit „Back to music“ und Mitmach-Gewinnspiele.

 

Achim Treder

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