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Rostock Abi 1951: Treffen ehemaliger Schüler der Borwinschule
Mecklenburg Rostock Abi 1951: Treffen ehemaliger Schüler der Borwinschule
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03:46 07.09.2013
Arnold Wendtland und Harry Möller (v.) trafen sich mit ehemaligen Schülern und deren Frauen im Hotel Neptun wieder. Quelle: Marko Luptscho
Warnemünde

Es ist ihr Stammplatz. Immer wenn sich die ehemaligen Abiturienten des Jahrgangs 1951 treffen, sitzen sie am selben Tisch — ganz hinten am Fenster im obersten Stockwerk in der Skybar des Neptun Hotels mit Blick übers Ostseebad. Von den einst 24 Schülern sind zehn in diesem Jahr anwesend. „Vielleicht ist es unser letztes Treffen“, sagt Organisator Harry Möller.

Der 82-Jährige lädt seit der politischen Wende alle zwei Jahre zum Treffen. „Immer verbunden mit einem Ausflug“, erzählt Möller. So waren sie in den vergangenen Jahren unter anderen im Slawendorf in Groß Raden, besuchten die Werft in Wismar oder bummelten über das Schlossareal in Güstrow. „Und zum Abschluss sind wir immer im Rostocker Zoo“, sagt Harry Möller. Diese Tradition wollen die ehemaligen Borwinschüler nicht missen. Der ehemalige Geschäftsführer des Tierparks und Klassenkamerad Gerhard Frick lockte sie immer dorthin. Das behält die Klasse auch so weiter.

Harry Möller blieb nach der Schule der Hansestadt treu. Nach dem Studium arbeitete er unter anderem in der Neptunwerft, im Institut für Schiffbau und bei Schiffselektronik. Und er hat zum Klassentreffen in der Skybar die wahrscheinlich kürzeste Anfahrt. „Nun wohne ich in Diedrichshagen“, sagt er, der am liebsten mit dem Drahtesel ins Ostseebad fährt.

Ein anderer Klassenkamerad zog nach Schule und Studium weg. Arnold Wendtland wurde Lehrer in Teterow in den Fächern Biologie und Chemie. „Aber der Unterricht damals, den kann man mit heute nicht mehr vergleichen“, sagt der 82-Jährige. Es gab zum Beispiel keine Wahlfächer. „Da hieß es: Augen zu und durch“, so Wendtland. Auch die Borwinschule ist kaum von damals wiederzuerkennen. „Früher gab es ein Flachdach und nur zwei Etagen. Eine Turnhalle hatten wir auch nicht“, erinnert er sich.

Marko Luptscho