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Aus der Traum? Kein Platz für Caravane

Warnemünde Aus der Traum? Kein Platz für Caravane

Das Schicksal der geplanten Anlage im Weidenweg ist völlig offen. Derzeit sind keine Alternativen in Sicht.

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Heike und Klaus-Dieter Hoeveler freuen sich über den Platz am Seekanal. Sie wissen, dass er für Camper bald gesperrt wird.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Das Ostseebad wird den so dringend benötigten Caravanplatz erst mal nicht bekommen. Einerseits gibt es in der Stadtverwaltung Gerangel um die benötigte Planstraße zum Weidenweg, andererseits legt die Wohnungsgesellschaft Wiro das Projekt auf Eis, ohne jedoch die Caravantür ganz zuzuschlagen.

Zum Bau und Betrieb eines Caravanplatzes im Weidenweg ist laut Wiro-Sprecher Michael Ahrens noch keine grundsätzliche Entscheidung gefallen. „Erst muss sichergestellt werden, dass ein wirtschaftlicher Bau und Betrieb möglich sein wird. Die infrastrukturellen Bedingungen vor Ort und die Voraussetzungen für den späteren Betrieb sind noch nicht geklärt“, informiert er. Das Unternehmen hatte im Herbst 2013 ein Ingenieur- und Planungsbüro mit einer Studie beauftragt. Doch offenbar überwiegen derzeit die Bedenken, den Platz mit 68 Stellplätzen wirtschaftlich betreiben zu können.

Die Stadtverwaltung hat die Kosten für eine Planstraße zum Weidenweg sowie die Erschließung mit Strom- und Wasseranschlüssen mit rund 350 000 Euro beziffert. Der Start ist nicht absehbar, weil das Liegenschaftsamt erst eine fertige Straße sehen will, bevor es das Grundstück freigibt. Das Tiefbauamt will naturgemäß erst das Grundstück zur Verfügung haben, bevor es konkrete Planungen auslöst.

„Für den Caravanplatz bedarf es noch verwaltungsinterner Abstimmungen“, umschreibt Stadtsprecher Ulrich Kunze das interne Dilemma diplomatisch.

Die Warnemünder werden immer ungeduldiger. Es kommt in den kommenden Wochen zu einer weiteren drastischen und alternativlosen Reduzierung von rund 160 Stellflächen im Ort, und zudem belegen die Wohnmobile viele Plätze im öffentlichen Raum .

„Es ist ein Unding, wie die Stadt mit Warnemünde umgeht“, macht der Ortsbeiratsvorsitzende Alexander Prechtel (CDU) seinem Ärger Luft. Das Ostseebad vertrage sogar zwei Plätze, denn er habe in den vergangenen Sommern immer wieder mal die Wohnmobile gezählt. Im Sommer 2013 waren durchschnittlich 150 Fahrzeuge im Ort, die auf der Mittelmole, bei der Jugendherberge und in viele Straßen standen.

„Wir brauchen einen ganz normalen Caravanplatz, und das schnell“, sagt Prechtel Mit dem Beginn der Bebauung der Mittelmole ab 2016 verschärft sich die Situation weiter, denn dann müssen die Wohnmobile diese Fläche verlassen.

„Wir fühlen uns hier am Seekanal wohl, es ist ein Platz mit einem einmaligen Ausblick“, schwärmt Klaus-Dieter Hoeveler (62) aus Neubrandenburg. Allerdings, so der Camper, stimme bei einer Tagesgebühr von 16 Euro das Preis-Leistungsverhältnis nicht. „Kein Strom, kein Wasser und keine Entsorgungsmöglichkeiten“, zählt er auf. „Wir würden schon mal einen Tag länger bleiben, doch man muss los, um Wasser zu holen“, ergänzt Heike Hoeveler (42).

Schwierige Suche
Reguläre Anschlüsse für Wohnmobile gibt es derzeit nur auf dem Zeltplatz in Markgrafenheide. In Warnemünde stehen die großen Fahrzeuge auf Parkplätzen und an den Straßenrändern. Die Suche nach einem Betreiber für die Caravanplätze am Rostocker Mühlendamm und im Warnemünder Weidenweg ist wegen der hohen Erschließungskosten schwierig. Auch die Tourismuszentrale hat abgewunken.

 



Thomas Sternberg

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