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Baustelle Alter Strom: Jetzt zählt jeder Tag

Warnemünde Baustelle Alter Strom: Jetzt zählt jeder Tag

Im April schließt die Stadt die Ufersanierung im Südende ab, die Steganlagen im Norden sind im Mai fertig.

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Die gerammten Dalben werden jetzt schräg abgeschnitten, zugeschweißt und mit der Kaimauer verbunden.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Der Zeitdruck wächst. Die Nutzer der Steganlagen auf der Nordseite des Alten Stromes, die Ausflugsdampfer und Angel-Kutter, wollen zum Saisonstart nach der Ufersanierung wieder an ihre angestammten Plätze zurückkehren. Am liebsten dort schon das Ostergeschäft mitnehmen. Doch das wird knapp.

Auch Reeder Rainer Möller musste seinen Top-Standort an der Bahnhofsbrücke für die Dauer der Bauarbeiten verlassen. „Ich rufe hin und wieder im Amt an und erkundige mich nach dem Stand der Bauarbeiten, wir können nur abwarten“, so Möller. „Wir wollen im Mai komplett fertig sein“, sagt Michaela Raddatz, im Tief- und Hafenbauamt für den Hafenbau verantwortlich. Dieser Termin habe von Anfang an gestanden.

Und seit dem Baustart im November 2014 ist schon einiges passiert: Die Abbruch- und Rammarbeiten durch die Firma Züblin sind abgeschlossen. Jetzt werden die gerammten Dalben untereinander und mit der Kaimauer verbunden. Da dies knapp über der Wasseroberfläche geschehen muss, darf es kein Hochwasser geben. Was aktuell jedoch immer wieder eintritt. Für alle Arbeiten in diesem Bereich gibt die Hansestadt Rostock rund 500000 Euro aus.

Im Südende ist hingegen der Neuaufbau der Uferbefestigung fast abgeschlossen. Doch die Freigabe erfolgt erst im April, denn es sind noch Restarbeiten offen.

„Bei den Rettungsleitern müssen noch die Stufen unter Wasser geschweißt, und es müssen noch Konservierungsarbeiten durchgeführt werden“, benennt Michaela Raddatz die noch offenen Arbeiten. Sie sollen begonnen werden, sobald es das Wetter zulässt.

Das sanierte Ufer mit neuer und verkleideter Spundwand, Leitern, Bügeln und Pollern sowie einem befestigten Gehweg direkt am Wasser entlang ist genau 250 Meter lang. Er führt nicht ganz bis zur Stromgrabenbrücke, denn die wird von Deutscher Bahn und Hansestadt erneuert. Die neue Gleistrasse zum Bahnhof und parallel die Straße zum Bahnhofsvorplatz werden etwas breiter, als sie es jetzt sind.

So rückt alles ein Stück in Richtung Norden. Gebaut wird schnell. Die Deutsche Bahn plant eine Wintersperrpause von Oktober bis April 2016.

Auf der gegenüberliegenden Westseite wird es beim Hochwasserschutz durch das Land ganz ähnlich gemacht. Auch dort endet alles vor der Stromgrabenbrücke, die dann allerdings schon fertig sein wird, denn in diesem Jahr beginnt das Land nicht mehr zu bauen.

„Der Baubeginn ist frühestens im Herbst 2016, die Bauzeit beträgt zwei Jahre“, bestätigt Constantin Marquardt, Sprecher im Umweltministerium, den späten Starttermin. Das Projekt befinde sich in der Genehmigungsphase.

Bereits 2013 sollte dort mit den Arbeiten zum Hochwasserschutz begonnen werden. Jetzt wird es drei Jahre später umgesetzt. Das ursprüngliche Projekt, dort eine Wand aus Panzerglas zu errichten, wurde verworfen. Zum einen hatte es Bürgerproteste gegeben und zum anderen hatte das Schweriner Umweltministerium die vorgesehene Schutzhöhe als nicht notwendig erachtet und die Kosten als zu hoch eingestuft. Nun wird die bestehende Mauer abgetragen und neu aufgebaut. Es wird eine Betonmauer. Sie wird in Modulen errichtet, so dass sie bei Bedarf auch „wachsen“kann. Die neue Schutzmauer muss etwa 25 Zentimeter höher als die jetzige werden, um die Vorgaben für den Hochwasserschutz zu erfüllen. Nach wie vor ist vorgesehen, direkt an der Wasserlinie und im oberen erhöhten Bereich Fußwege anzulegen.

Alle Ufer durchsaniert
Das letzte und größte Bauvorhaben am Alten Strom ist, den Hochwasserschutz im Südabschnitt herzustellen. Das staatliche Amt für Umwelt und Landwirtschaft wird dort bauen. Parallel soll auch die Uferbefestigung erneuert werden. Danach sind alle Uferanlagen des Alten Stroms — im Nord- und im Südende — saniert.



Der aktuelle Bauabschnitt im Nordbereich sorgt dafür, dass von der Bahnhofsbrücke bis zur Mole alle Steganlagen völlig identisch aussehen werden. Im Mai ist alles fertig.

 



Thomas Sternberg

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