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Das große Buddeln geht im Sommer weiter

Warnemünde Das große Buddeln geht im Sommer weiter

Entgegen der ursprünglichen Planung wird die Kirchenstraße in einem Zug fertiggesellt.

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Die kleine Kirchenstraße gleicht einer Großbaustelle. Die Arbeiten sollen während der Saison fortgesetzt werden.

Warnemünde. Ostern steht vor der Tür. Und mit dem Fest schwappt Ende März die erste Urlauberwelle ins Ostseebad. Trotz der vielen Straßenbaustellen sollen die Gäste sicher durch Warnemünde flanieren. Doch entgegen ursprünglichen Planungen werden in der Kirchenstraße die Arbeiten während der Saison nicht unterbrochen: Es wird weitergebuddelt.

„Da wir dort mit dem Kanalbau gut vorankommen, wollen wir mit mit der Straße nicht erst im November weitermachen, sondern so zügig wie möglich weiterbauen“, bestätigt der Leiter des Rostocker Tiefbauamts, Heiko Tiburtius, den geänderten Kurs.

Damit sich die Fußgänger dort nicht stauen, bekommen sie zur Saison die noch nicht fertige, aber befestigte Straße als Gehweg zugewiesen. Die Baufirmen arbeiten dann am Rande weiter. In den Bürgersteigbereichen.

„Wir bauen so die Saison durch und wollen dann schon im frühen Herbst mit der Kirchenstraße komplett fertig sein“, formuliert Tiburtius das neue Ziel. Der Kreuzungs- und Einmündungsbereich zur Alexandrinenstraße wird jedoch bereits zur Saison fertig, damit der Zulieferverkehr rollen kann — und die Urlauber die Garagen der anliegenden Hotels ansteuern können.

Doch im Herbst rücken die Baufirmen dann aus diesem Bereich ab, um erst nach einem Jahr mit dem Kirchenplatz zu beginnen. Anja Epper vom Stadtplanungsamt hatte vor dem Warnemünder Ortsbeirat das Jahr 2014 für die Umgestaltung der Ostseite des Kirchenplatzes, Richtung Alter Strom das Jahr 2015 für die Fertigstellung der Westseite, hin zur Mühlenstraße, genannt. Daran wird sich trotz des guten Baufortschritts in der Kirchenstraße auch nichts ändern.

„Die Grundzüge der Planungen stehen zwar, doch die eigentliche Entwurfsplanung muss noch einmal mit den beteiligten Ämtern und dem Warnemünder Ortsbeirat abgestimmt werden“, begründet Heiko Tiburtius den Zeitplan. Erst danach könnten die Arbeiten ausgeschrieben werden. Ein Baustart in diesem Jahr sei nicht zu schaffen, so Tiburtius.

Landschaftsarchitekt Hannes Hamann hatte mehrere Planungsentwürfe vorgelegt. Nach etlichen Abstimmungen und Diskussionen ist klar, dass der Kirchenplatz sein Gesicht verändern wird. Völlig umgekrempelt wird der Bereich zur Mühlenstraße, die für Fußgänger besser zu erreichen sein wird. Ab 2015 ist diese Platzhälfte autofrei, und es kommen mehrere neue Bäume hinzu. Auf dieser Seite wird es nämlich keine Parkangebote mehr geben. Stellplätze stehen dann nur noch auf der Ostseite zur Verfügung. Hier soll auch künftig der Wochenmarkt seinen Platz bekommen.

Neben Kirchen-, Anastasia- und Dänischer Straße könnte in diesem Jahr zu den Baustellen die Friedrich-Franz-Straße hinzukommen.

Bauboom im Ortszentrum
Mit Städtebaufördermitteln werden zehn Straßen im historischen Stadtkern von Warnemünde saniert. Im Ortszentrum werden dabei fünf bis sechs Millionen Euro in die Straßenerneuerungen investiert. Begonnen wurde im Sommer 2011. Schwerpunkte im „Fördergebiet Rostock-Seebad Warnemünde“ sind: Alexandrinenstraße (fertig), Kirchenstraße (im Bau), Kirchenplatz (in Planung), Friedrich-Franz-Straße (in Planung), Anastasiastraße (im Bau), Dänische Straße (im Bau) sowie Georginenstraße, Georginenplatz und Seestraße. Bei der Mühlenstraße herrscht nach wie vor Stillstand.

Thomas Sternberg

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