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Rostock Einbrecher: Kutterbesitzer und Gastronomen in Sorge
Mecklenburg Rostock Einbrecher: Kutterbesitzer und Gastronomen in Sorge
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02:25 27.03.2014
Tilo Rössler ist wütend. Unbekannte brachen in seinen Gastronomie- Kutter ein und stahlen die Tageseinnahmen. Quelle: Karsten Wilke

Nach zwei Einbrüchen im Ostseebad Warnemünde in der Nacht zu Dienstag ermittelt jetzt die Kriminalpolizei.

Tilo Rössler ist stinksauer. Unbekannte brachen in der Nacht zu Dienstag in seinen Backfisch-Kutter am Alten Strom ein. „Meine Mitarbeiterin hat das morgens entdeckt. Der Dieb hat einen kleinen Tresor aus der Wand gerissen. Da waren die Einnahmen vom Vortag drin“, sagt der 34-Jährige. Der angerichtete Schaden sei aber deutlich höher. „Das ist nun mal so. Mich ärgert aber auch die psychische Belastung für meine Mitarbeiter durch die Tat“, schimpft er. Besonders ärgerlich: Rössler hatte schon Überwachungskameras und Sicherheitspläne für sein Geschäft besorgt. „Die wollten wir noch vor der Saison einbauen. Jetzt werden wir das bestimmt tun — und noch mehr“, sagt er. Wer hinter dem Einbruch steckt, darüber kann der Gastronom nur mutmaßen. „Der Täter muss den Kutter gekannt haben“, sagt er. Schließlich sei zum Entwenden des Tresors ja auch Werkzeug benötigt worden. „Mit Verdächtigungen halte ich mich aber zurück“, sagt er. Nicht der erste Fall von Einbruch auf seinem Kutter. „Einmal wollten Unbekannte sogar ein Lagefeuer an Deck machen. Ab und zu wird mal in den Kühlschrank eingebrochen, aber so etwas ist neu“, sagt er.

Das Vandalismusproblem kennen auch die Kutterbesitzer auf der anderen Seite des Alten Stroms. „Das hat aber dank der eingezogen Gastronomie mit Abendbetrieb stark abgenommen“, sagt Kutterbesitzerin Daniela Pinnow.

Tilo Rössler ist jedoch nicht das einzige Einbruch-Opfer der Nacht zu Dienstag. Auch in eine Gaststätte am Leuchtturm sind die Unbekannten eingedrungen. Aus den durchsuchten Räumen der Gaststätte nahmen die Täter neben einem Kellnerportemonnaie auch mehrere Flaschen Alkohol und Feuerzeuge mit, berichtet Polizeisprecherin Yvonne Hanske. An beiden Tatorten hätten Spuren gesichert werden können.

Derzeit liefen die Ermittlungen.



Karsten Wilke

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