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Goldiger Modezauber mit Travestie am Alten Strom

Warnemünde Goldiger Modezauber mit Travestie am Alten Strom

Ostseebad umschifft die Bäderregung: Am 17. und 24. März sind alle Läden offen.

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„Miss Golden Spring“ mit der Kosmetikmeisterin Nicole Godemann (l.) und Gabriela Kuhlmann, Chefin der Prisma-Werbung.

Quelle: Veranstalter

Warnemünde. Von wegen Bäderregelung und geschlossene Geschäfte. Die Lücke macht‘s. Und so werden aufgrund von Sonderveranstaltungen die Läden im Ostseebad an den beiden Sonntagen 17. und 24. März öffnen.

Richtig spektakulär wird es dabei am 24. März, wenn am Alten Strom eine Fashion-Show steigt. Der Warnemünder Geschäftsmann Uwe Jessulat (30) hat sie wieder organisiert. „13 Models der Agentur von Roswitha Salabaschew werden auf dem Catwalk die Frühjahrs- und Sommerkollektion von 16 Warnemünder Fachgeschäften unter freiem Himmel präsentieren“ , sagt Jessulat. Und weil Mode glamourös dargeboten sein will, wird sie regelrecht inszeniert, und die Besucher können sich zudem auf die Travestie-Show „Golden Spring“ freuen.

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„Miss Golden Spring“ mit der Kosmetikmeisterin Nicole Godemann (l.) und Gabriela Kuhlmann, Chefin der Prisma-Werbung.

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„Als Miss Golden Spring trete ich zusammen mit sechs Tänzern auf und verwandle mich am Ende der Show wieder zurück in den Veranstalter“, gibt Jessulat einen Einblick und verrät, dass er bereits fleißig Tanzunterricht nehme. Schließlich soll alles perfekt sein — und alles ganz in Gold. Der 20 Meter lange Catwalk wird in Gold gehüllt, die Kostüme sind goldfarben, und vielleicht beteiligt sich sogar die Sonne am Bühnenbild.

Die Genehmigung für die Sonntagsöffnung habe er bereits, bestätigt Jessulat und verschweigt nicht, dass er auch Lampenfieber habe. Seit vier Monaten bereitet er die große Show vor, obwohl er in Warnemünde auch für zwei Modegeschäfte verantwortlich ist. „Ich mache das aus Engagement für Warnemünde“, nennt er seinen Beweggrund. Wobei er nicht weiß, ob am Ende alles kostendeckend abläuft.

Die jährliche — thematisch stets neu gestaltete — Fashion-Show soll Warnemünde zum Modezentrum der Region machen. „Wobei es immer um tragbare und sofort kaufbare Mode geht“, sagt Jessulat zur Grundidee. Alles wird dann gekonnt und mit viel Show drumherum in Szene gesetzt. Gut gelaunt sollen die Besucher anschließend die beteiligten Geschäfte aufsuchen. Mit dieser Idee würde der umtriebige Jungunternehmer auch gern die Rostocker Innenstadt erobern, doch erste Vorgespräche seien bisher eher schwierig verlaufen, räumt er ein.

Bereits eine Woche zuvor, am 17. März, wird durch den Warnemünder Handels- und Gewerbeverein eine Auto- und Oldie-Show im Ostseebad organisiert, die ebenfalls mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden ist. „Wir sind noch in der Abstimmung, aber wir haben bereits von 50 Händlern die Zusage, dass sie sich beteiligen“, berichtet Dietmar Vogel, Vorsitzender des Gewerbevereins, vom Stand der Dinge. Neben ganz vielen Autos zum Gucken, Staunen und Anfassen vor allem in der Mühlenstraße gibt es auch Wasserspiele und ein Flächenfeuerwerk.

Viermal Einkaufssonntag
Im Winter kommen vor allem die Rostocker zum Einkaufen ins Ostseebad. Doch das Geschäft ist eingebrochen, weil von Ende Oktober bis Ende März sonntags die Läden zubleiben müssen. Sie dürfen jedoch viermal sonntags öffnen — wenn es einen „besonderen Anlass“ gibt. In Warnemünde ist der gegeben zum „Wintervergnügen“ , zur Automeile, zur Fashion-Show und zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts. Im Sommer gilt die Bäderregelung. Dann ist sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Thomas Sternberg

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