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Rostock Großes Buddeln am Strand für die Sommersaison
Mecklenburg Rostock Großes Buddeln am Strand für die Sommersaison
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00:00 27.03.2014
Familie Schöne mit Pia (5, v.l.), Mutter Randy (37), Vater Stephan (43) und Paul (2) spielt gerne im sauberen Sand. Quelle: Fotos: Karsten Wilke (2)/Frank Hormann

Der Strand im Ostseebad Warnemünde wird derzeit für die anstehende Tourismussaison vorbereitet. Urlauberfamilie Schöne aus Leipzig ist begeistert.

Zusammen mit ihren Kindern buddeln die Eltern im feinkörnigen Sand hinter dem Teepott. „Wir haben Verwandte hier und kommen schon seit Jahren zum Urlaub. Für die Kinder ist der Sand toll zum Spielen.

Wir sind eben eine echte DDR-Familie“, sagt Mutter Randy Schöne (37) und lacht, während Sohn Paul (2) und Töchterchen Pia (5) Sandkuchen frisch aus dem Förmchen aufeinanderstapeln.

Auch einige hundert Meter weiter wird im Sand gebuddelt, jedoch mit schwerem Gerät. Vor dem Hotel Neptun walzt eine Planierraupe Bahn für Bahn den Strand glatt. „Wir versuchen, den Strand wieder möglichst plan zu machen“, erklärt Raupenfahrer Ingo Rasch (57) von der Firma Alba, die das Projekt im Auftrag der Tourismuszentrale umsetzt. Dafür werde der Sand mit einem Traktor von den Windfängen an der Mole zurück auf die übrigen Strandabschnitte verteilt. „Das sind rund 15 000 Kubikmeter Sand. Bei Nord-West-Wind wird der über das Jahr dorthin geweht und muss dann eben wieder zurück, damit der Strand überall gleich attraktiv ist“, sagt er. Bis Ostern, wenn der große touristische Ansturm auf Warnemünde beginne, müsse alles fertig sein, erläutert der Arbeiter.

Doch nicht nur die Umverteilung des Strandmaterials, sondern auch dessen Säuberung steht vor der Saison auf dem Programm. Auf einer Länge von rund 7,5 Kilometern, von Diedrichshagen bis zur Westmole und von der Ostmole bis Markgrafenheide, wird regelmäßig der Müll entfernt, wie Beate Hlawa von der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde erklärt. „In der Hauptsaison wird der Strand täglich gereinigt, in der Nebensaison dreimal pro Woche“, erläutert sie. Die Menge des gesammelten Mülls variiere dabei, je nach Jahreszeit und Wetterlage, zwischen einer und vier Tonnen pro Tag. Dabei entstehe der größte Teil der Verschmutzung des Strandes durch Verpackungsmüll.

Andere Strandbesucher können das nicht fassen. „Unglaublich. Dabei gibt es überhaupt keinen Grund, seinen Müll am Strand zu lassen. Es gibt ja genug Abfallbehälter hier“, sagt Familienvater Stephan Schöne (43).

Dass nicht jeder Abfall auch vom Menschen am Strand hinterlassen wird, weiß die Rostockerin Antje Walther (30). „Vieles ist ja auch von den Möwen. Besonders im Sommer räumen die die Mülleimer aus.

Vor allem dann, wenn viel Betrieb am Strand ist und die Behälter überquellen“, erzählt die Ärztin über die Seevögel, deren Fütterung in Warnemünde rigoros verboten ist.

In der Hauptsaison wird der Strand täglich gereinigt, in der Nebensaison dreimal pro Woche.“Beate Hlawa, Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde



Karsten Wilke

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