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Hoffnung für Besitzer von Veranden

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Hoffnung für Besitzer von Veranden

Unterschiedlich befriedigt haben gestern die Vertreterin der Hansestadt und mehrere Warnemünder Verandenbesitzer das Rostocker Amtsgericht verlassen, das sich mit einem Streit zwischen der Stadtverwaltung und der Haus- und Verandenbesitzerin Ute Schütt befasste.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Der Architekt Helmut Bach, der eine Bürgerinitiative vieler Betroffenen fachlich betreut, geht davon aus, dass die Stadt mit diesem Verfahren einen Präzedenzfall schaffen wollte, der für weitere ähnliche Verfahren Richtschnur sein soll.

Ute Schütt erwarb vor drei Jahren ein Haus am Alten Strom, ohne zu ahnen, welches Gezerre es in Warnemünde um die Verandengrundstücke gibt, und ohne zu ahnen, dass sie mit dem Kauf in diesen Strudel hineingezogen wird. Als sie die städtische Forderung nach einem Nutzungsentgelt auf den Tisch bekam, reichte sie eine Feststellungsklage ein. Die Stadt, die den hierfür angesetzten Termin nicht wahrnahm, wollte den Spieß mit einer Gegenklage umdrehen.

Ein Urteil gab es gestern nicht. Beide Streitparteien stimmen in ihrer Beurteilung des Verhandlungsverlaufes aber überein, dass das zu erwartende Urteil vermutlich zugunsten der Verandenbesitzerin ausfallen werde. Die zuständige Richterin beleuchtete die unterschiedlichen Interessen an den Grundstücken im Laufe der vergangenen hundert Jahre und machte deutlich, dass die Stadt — hätte sie Forderungen erheben wollen — dies schön längst hätte tun müssen.

„Nach meiner Auffassung ist zu erwarten, dass die Klage der Stadt abgewiesen wird“, sagte Rechtsanwalt Martin Fiebig, der Ute Schütt vertrat. Fiebig räumte aber auch ein, dass eine andere Instanz anders werten könnte und dass das Urteil, das er erwartet, nicht automatisch auch für andere ähnliche Verfahren so lauten müsse.

Rathaussprecher Ulrich Kunze kündigt an, dass die Stadt bei diesem zu erwartenden Urteil in die zweite Instanz gehen werde. „Das müssen wir“, sagte er, „dazu stehen unsere rechtlichen Auffassungen in dieser Angelegenheit zu weit auseinander.“ Achim Treder

OZ

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