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IOW-Forscher entwickeln neue Mikroskopie-Methode

Warnemünde IOW-Forscher entwickeln neue Mikroskopie-Methode

Wissenschaftler können Zellen jetzt viel genauer untersuchen.

Warnemünde. Einzigartige Einblicke in die Vorgänge von Zellen liefert jetzt eine neue Mikroskopie-Methode, die Forscher des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) entwickelt haben. Gemeinsam mit dem European Neuroscience Institute in Göttingen haben die Wissenschaftler ihre Techniken kombiniert. Mit dem neu entwickelten Ansatz lassen sich Vorgänge in kleinsten Bereichen von Zellen viel genauer untersuchen.

Prof. Dr. Silvio O. Rizzoli aus Göttingen hatte die Idee, zusammen mit Dr. Angela Vogts vom IOW eine noch leistungsfähigere Untersuchungsmethode zu entwickeln, indem zwei Spitzentechnologien kombiniert werden: Die STED-Mikroskopie der Göttinger und die Sekundärionenmassenspektrometrie (SIMS) aus Warnemünde. Bei der STED-Mikroskopie (stimulated emission depletion) wird das von der zu untersuchenden Probe ausgesendete Licht durch einen ringförmigen Laser am Rand ausgeblendet, so dass der Bereich wie durch ein Schlüsselloch betrachtet wird. Es lassen sich damit Teile von Gehirnzellen betrachten, die 1000-mal kleiner sind als der Durchmesser eines Haares.

Das IOW brachte seine Expertise aus dem NanoSIMS-Labor ein. „SIMS“ steht für Sekundärionenmassenspektrometer. Die zu untersuchende Probe wird kontinuierlich mit einem Strahl aus sogenannten Primärionen beschossen. Dieses Miniaturbombardement löst Atome und Moleküle aus der Oberfläche der Probe. Diese werden dann im Massenspektrometer identifiziert. Auf diese Weise kann die genaue stoffliche Zusammensetzung einzelner Zellen — beispielsweise von im Meer lebenden Bakterien — analysiert werden.

In Kombination eröffnet dies die Möglichkeit, Informationen über Stoffumsätze in kleinsten Zellbereichen zu untersuchen, um Abläufe besser zu verstehen.

 



OZ

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