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Jantzen-Enkel reisen aus Südafrika an

Warnemünde Jantzen-Enkel reisen aus Südafrika an

Nach Streit um Geld und Form steht nun das Programm zur Einnerung an Seenotretter.

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Jobst Mehlan will eine würdige Jantzen-Ehrung.

Quelle: Achim Treder

Warnemünde. Nach monatelangem Streit um Form, Inhalt und Finanzierung einer Festwoche im Stephan-Jantzen-Jahr steht jetzt das Programm für die Ehrung des großen Warnemünders, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, fest. Darüber informierte gestern Jobst Mehlan (62), Leiter der Arbeitsgruppe für die Jantzen-Ehrung. „Vom 17. bis zum 21. Juli werden wir die Stephan- Jantzen-Tage begehen“, sagt er und nennt den 19. Juli, den Todestag des Seenotretters, als den Tag, an dem viele Initiativen von Akteuren gebündelt werden.

„Dieser Freitag beginnt mit einer Veranstaltung in der Warnemünder Kirche und endet mit einer Feuerlöschübung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger, die in der Dunkelheit mit Lichteffekten inszeniert wird“, so Mehlan. Als Ehrengäste werden etwa 20 Nachkommen Jantzens erwartet, die unter anderem aus Südafrika und Österreich anreisen.

Nach der Feierstunde in der Kirche wollen die Veranstalter mit der Familie zum restaurierten Grab Jantzens gehen. Dort wird eine neue Infotafel enthüllt. „Um die würdige Wiederherstellung der Grabstelle hat sich der Warnemünde-Verein gekümmert“, hebt Jobst Mehlan hervor. Von dort geht es zurück ins alte Fischerdorf. Im Heimatmuseum eröffnet dann gegen 17 Uhr eine Sonderausstellung, die über das Leben Stephan Jantzens informiert.

Am Abend wird im Kurhausgarten die Stephan-Jantzen-Suite aufgeführt — ein zweieinhalbstündiges Bühnenstück mit multimedialen Elementen sowie der Van-Sander-Band, dem Tanzatelier Luna und anderen Mitwirkenden.

Mehlan räumt ein, dass es allerhöchste Zeit für die Bekanntgabe der Pläne ist und setzt auf die Tourismuszentrale, die die Rolle des Veranstalters übernommen habe und sich um die nötige Öffentlichkeit kümmern will. Das beim Oberbürgermeister angesiedelte Stadtmarketing werde in Kürze Flyer zur Verfügung stellen, die Rostockern wie auch den Gästen alle Einzelheiten zu den Stephan-Jantzen-Tagen auflisten.

Ursprünglich gab es den Wunsch, eine Hauptveranstaltung mit großem kulturellen Rahmen am Strand zu organisieren. Doch die Frage der Finanzierung verhinderte dieses Vorhaben schließlich. Mehlan, der sich kommunalpolitisch bei den „Unabhängigen für Rostock“ (UFR), der „Oberbürgermeister-“Partei“, engagiert, erinnert daran, dass sich die Rostocker Bürgerschaft zwar zur Unterstützung eines Stephan-Jantzen-Jahres bekannte, dieses aber nicht mit städtischem Geld ausstatten wollte. So sei der Hauptantrieb für die diese Art der Ehrung vom UFR ausgegangen.

„Wir sind die Bewohner einer Stadt mit maritimem Flair und großen Traditionen“, sagt Jobst Mehlan. „Aber wir tun uns schwer, uns auf unsere Wurzeln zu besinnen.“ Stephan Jantzen sei kein Irgendwer, sondern einer der bedeutendsten Rostocker gewesen.

Weitere Höhepunkte der Festtage
Einen Vortrag über das Wirken des Lotsenkommandeurs, der als Mitbegründer der Seenotrettung in Deutschland gilt, hält Jörg Westphal, Leiter des DGzRS-Zentrums, am 18. Juli um 18 Uhr in Infozentrum unterm Leuchtturm.


Einen Ersttagsbrief zur Ehrung Stephan Jantzens wollen die Mitglieder des Fördervereins Tradition Ostseeschifffahrt am 19. Juli am Leuchtturm präsentieren.

In einer Kneipennacht am 20. Juli werden Warnemünder und Rostocker Rockgruppen ihren Schwerpunkt auf Eigenkompositionen legen, in denen sie sich mit der Seefahrt und dem Leben an der Küste auseinandersetzen.


„Warnemünde offen“ ist ein Projekt, an dem sich verschiedene Warnemünder Künstler, Gruppen und Vereine am 20. Juli an verschiedenen Plätzen im Ort vorstellen werden, unter anderem auch im Munch-Haus am Alten Strom

Achim Treder

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Rostock
Jobst Mehlan will eine würdige Jantzen-Ehrung.

Als Ehrengäste zum 100. Todestag werden Enkel des großen Mitbegründers der Seenotrettung in Rostock erwartet, die heute unter anderem in Südafrika und Österreich leben.

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