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Rostock Mehr Platz für den Passagierwechsel
Mecklenburg Rostock Mehr Platz für den Passagierwechsel
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00:00 26.03.2014
An drei Stellen wird am Passagierkai gebuddelt. Die größte Baustelle ist vor dem Cruise Center, dort wird er Kaibereich saniert. Quelle: Thomas Sternberg

Das Kreuzfahrtgeschäft in Warnemünde brummt. Dank der guten Infrastruktur nehmen auch die Passagierwechsel zu. Doch der zweite Abfertigungsbereich für Passagiere am Werftbecken stößt an seine Grenzen. Darum wird jetzt die bestehende Glaskonstruktion abgebaut und durch eine deutlich größere Zeltkonstruktion ersetzt.

„Es ist richtig, dort ist die Fläche für die ein- und ausschiffenden Passagiere zu klein, wir schaffen dort eine größere Lösung“, bestätigt Christian Hardt von der Hafen-Entwicklungsgesellschaft (Hero) die Umgestaltung am Liegeplatz 8.

Es werde aber zunächst eine Übergangslösung geben, so der Hafenfachmann. Bis Anfang Mai entstehe dort eine Zeltkonstruktion mit einer Grundfläche von rund 1000 Quadratmetern.

Das große Cruise Center am Liegeplatz 7 hat eine Abfertigungsfläche von 1600 Quadratmetern. Dort nimmt die Rostocker Reederei Aida Cruises in diesem Jahr mit ihren beiden Schiffen Aidabella und Aidamar ihre Passagierwechsel vor. 39 solcher Anläufe wurden angemeldet. Doch auch die beiden italienischen Reedereien MSC und Costa absolvieren seit dem vergangenen Jahr Teilreisewechsel in Warnemünde. Im Regelfall am Liegeplatz 8. Dort wird nun mehr Platz geschaffen.

„Das Zelt ist eine Übergangslösung, wir bauen es nach der Saison wieder ab und zum ersten Anlauf 2015 wieder neu auf“, informiert Hardt. Danach soll auch dort ein richtiges Terminal gebaut werden.

„Die ersten Gesprächsrunden sind gelaufen, wir sind da in den Startlöchern“, ist Hardt optimistisch, dass die Finanzierung gelingt.

Das bestehende Cruise Center wurde 2005 fertig und hat 5,5 Millionen Euro gekostet. Mit einem zweiten Terminal könnte Warnemünde seine Position als wichtigster deutscher Ostsee-Kreuzfahrthafen ausbauen. Zumal sich mit dem „Nordkreuz“ die Zu- und Abfahrten vom Warnemünder Passagierkai spürbar verbessert haben.

Doch das nächste Problem drückt. Erstmals hat eine Reederei zehn Anläufe abgesagt, weil von denen nur fünf in Warnemünde abgesichert werden konnten. Der vierte Liegeplatz fehlt. Die Hansestadt würde ihn gern im Werftbecken von Nordic Yards anlegen.

Die Werft sei durchaus gesprächsbereit, doch noch sei eben keine Entscheidung gefallen, hatte Werft-Sprecher Stefan Sprunk gerade vor dem Warnemünder Ortsbeirat über den Status der Verhandlungen informiert. Eine kurzfristige Lösung scheint kaum möglich zu sein. Die gibt es jetzt für den Liegeplatz 8 mit dem größeren Abfertigungsbereich. Dort muss übrigens alles ganz schnell gehen. Am 5.

Mai steuert die Aida-Bella erstmals Rostock an. Nur wenige Tage später, am 9. Mai, ist dann der erste Doppelanlauf des Jahres.

179 Anläufe im Jahr 2014
Warnemünde ist der wichtigste deutsche Ostseekreuzfahrthafen. In diesem Jahr werden 179 Anläufe von 34 Kreuzfahrtschiffen erwartet. Vier besondere Anläufe werden am Passagierkai mit einem maritimen Fest, den „Port Partys“, gefeiert. Es gibt sie in diesem Jahr am 23. Mai, am 17. Juni, am 22. Juli und am 15. August.



Thomas Sternberg

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