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Mittelmole: Segler haben Angst um ihren Standort

Warnemünde Mittelmole: Segler haben Angst um ihren Standort

Wassersportler befürchten, dass die Warnemünder Woche unter der neuen Bebauung leiden könnte. Dienstag ist das Thema auf der Tagesordnung im Ortsbeirat.

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Zur Warnemünder Woche ist im Yachthafen auf der Mittelmole Hochkonjunktur.

Quelle: Pressestelle Warnemünder Woche

Warnemünde. Die Entwicklung der Mittelmole gehört zu einem der großen Vorhaben in der Hansestadt. Am Dienstag will das Stadtplanungsamt im Ortsbeirat über den aktuellen Stand informieren. Doch nicht alle sind damit einverstanden, was auf dem Areal zwischen dem Alten Strom und dem Seekanal entstehen soll. Die Warnemünder Segler fürchten um ihre Heimstatt.

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Zur Warnemünder Woche ist im Yachthafen auf der Mittelmole Hochkonjunktur.

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„Man muss die Befürchtung haben, dass wir hier wegmüssen“, sagt Holger Martens, amtierender Vorsitzender des Warnemünder Segel-Clubs (WSC). Die Sportler wüssten nicht, woran sie sind. „Wir haben keine klare Aussagen von der Stadt zum Segelsport“, beklagt Martens. Doch er sieht nicht nur den Segelverein in Gefahr: „Es ist auch die Frage, inwieweit wir als Club dann die Warnemünder Woche umsetzen können.“ Der WSC ist Ausrichter der deutschlandweit größten Regatta nach der Kieler Woche.

„Bislang haben wir Freiflächen wie Parkplätze oder Grünflächen für die Unterbringung der Segler nutzen können“, sagt der Vereins-Chef. Nach der Bebauung der Mittelmole dürfte damit Schluss sein.

Bereits jetzt gebe es Beschwerden während der Warnemünder Woche, wenn es Veranstaltungen für die Segler gibt. Künftige Anwohner in direkter Nachbarschaft würden dieses Problem verschärfen, vermutet Martens. „Ich habe Zweifel, dass wir dieses Segelevent mit der Qualität der vergangenen Jahre dann auch so fortsetzen können.“

Die Wassersportler müssten nicht um ihren Standort fürchten, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Alexander Prechtel (CDU): „Die Segler bleiben natürlich auf der Mittelmole.“ Zudem soll die Landessportschule bald einen Neubau erhalten. „Die Fördermittel dafür liegen bereit“, so Prechtel. Sogar ein Standort für das neue Gebäude ist schon gefunden. Es soll am nordöstlichen Rand der Mittelmole entstehen.

Das hat laut Prechtel einen bestimmten Grund: „Wenn man auf der Mittelmole wohnen will, dann macht die Ecke, wo die Segler jetzt sind, mehr Sinn. Das ist die vom Lärm abgewandte Seite.“ Der Schiffsverkehr auf dem Seekanal würde bei der Landessportschule hingegen nicht stören, erläutert der Vorsitzende des Ortsbeirats.

Gerüchten zufolge soll das Scandlines-Gebäude in naher Zukunft abgerissen werden. „Das könnte man als Sporthotel integrieren“, schlägt Martens vor. Ob dies zutrifft, kann Prechtel nicht sagen. Doch die Zukunft des Bürogebäudes ist ungewiss: „In allen Vorschlägen für die Mittelmole wird das Haus nicht berücksichtigt.“

Warnemünder Woche
Erstmals wurde 1926 die Warnemünder Woche ausgetragen. Damals nahmen 47 Yachten an den Wettbewerben teil. Zwischen den Jahren 1940 und 1950 wurde die Regatta ausgesetzt. Nach der ersten Neuauflage 1951 hieß die Veranstaltung fortan Ostseewoche. Erst mit der politischen Wende 1989 wurden die Wettbewerbe wieder unter dem Namen Warnemünder Woche ausgerichtet. Seitdem stieg die Teilnehmerzahl an. 1993 gingen 1000 Segler an den Start, 20 Jahre später waren es doppelt so viele. Zudem ist die OSTSEE-ZEITUNG Medienpartner.

 

Jens Barkhorn

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