Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Nebel schluckt Segelyacht „Buttje“
Mecklenburg Rostock Nebel schluckt Segelyacht „Buttje“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 02.04.2014

Der starke Seenebel hüllt die Hafeneinfahrt und auch das Ostseebad seit dem Wochenende immer wieder mal ein. Am Montag verschluckte er vor Warnemünde ein Segelboot. Um 20 Uhr meldete die einlaufende Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“ zwischen Tonne eins und zwei des Seekanals ein Radarecho.

Zu diesem Zeitpunkt lag die Sicht deutlich unter 100 Metern. Durch das Fährschiff wurde mehrfach versucht, so informiert die Wasserschutzpolizei, Kontakt mit dem Fahrzeug aufzunehmen. Es gelang nicht. Das östlich des Seekanals liegende Küstenstreifenboot „Warnow“ von der Inspektion der Rostocker Wasserschutzpolizei hatte das Radarbild auch erfasst und begab sich in dessen Richtung. Parallel unterrichtete die Wasserschutzpolizei die Verkehrszentrale in Hohe Düne. Kurz vor 20.30 Uhr klärte sich zwischen den Tonnen drei und vier auf, dass hinter dem Radarecho die zehn Meter lange Segelyacht „Buttje“ steckte. An Bord befand sich ein Ehepaar. Das Boot „Warnow“ fuhr auf Rufweite an die Segelyacht heran, um die Besatzung zu befragen. Das Ehepaar berichtete, dass es von Heiligenhafen aus mit dem Ziel Yachthafen Hohe Düne gestartet sei.

Da das Boot weder über UKW-Seefunk noch über Radar verfügt, entschloss sich die Wasserschutzpolizei aufgrund der Sichtverhältnisse und des ein- und auslaufenden Schiffsverkehrs, die Segelyacht bis nach Warnemünde zu lotsen. Darüber war die zweiköpfige Besatzung glücklich. „In dem Nebel hätten wir den Hafen nie gefunden“, sagte die Ehefrau.

Die Wasserschutzpolizei bestätigt, dass ihre Orientierungslosigkeit auf See folgenfrei bleibt. Sie hatten Seekarten und Kompass an Bord, Seefunk und Radar sind für Sportboote hingegen gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die Berufsschifffahrt wurde durch die „Buttje“ nicht behindert.



tst

Anzeige