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Riesen-Resort bietet Familienurlaub am Strand

Markgrafenheide Riesen-Resort bietet Familienurlaub am Strand

Baulärm im einstigen Ostseeferienzentrum (OFZ). Dort entsteht die flächenmäßig größte und wohl auch die am schönsten gelegene Ferienanlage der Hansestadt.

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Inga Ladwig-Petermann, die das Projekt für die Investoren betreut, und Bauleiter Uwe Dohse vor einem „Dreispänner“.

Quelle: Thomas Sternberg

Markgrafenheide. Das „Strandresort“ wächst auf mehr als 50 000 Quadratmetern direkt am Strand.

Und die Häuser schießen förmlich in die Höhe. „Von den geplanten 21 Dreispännern stehen bereits zehn Häuser“, zieht Bauleiter Uwe Dohse (57) eine erste Bilanz. In die kleinen Häuser — immer drei in einer Reihe — mit einem ausgebauten Dachgeschoss werden vor allem Familien einziehen.

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Investor Irmin Stintzing.

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„Das war von Anfang an unsere Zielstellung, Familienurlaub im mittleren Preissegment anzubieten“, sagt Inga Ladwig-Petermann (29), die für die beiden Rostocker Investoren Michael Rode und Irmin Stintzing das große Ferienobjekt betreut. Außerdem sind bereits zwei Appartementhäuser im Bau, die das Angebot ergänzen werden. Für rund 20 Millionen Euro bauen Rode und Stintzing eine Anlage mit rund 400 Betten. Das neue Aja Resort an der Warnemünder Strandpromenade bietet ab Ostern ebenfalls rund 400 Betten an. Der Unterschied: „Wir sind ein Hotel in der Breite“, erklärt Inga Ladwig-Petermann und zeigt auf das weitläufige Gelände.

Das Zentralgebäude des früheren OFZ bleibt äußerlich erhalten. Es soll einmal als „Mecklenburger Halle“ Gastronomie, Schwimmbad, Spa-Bereich mit Sauna und die zentrale Rezeption beherbergen. Im Dach werden Sozial- und Büroräume sowie ein Saal entstehen. Äußerlich soll die kompakte Architektur durch Gauben und ein vorgesetztes Fachwerk aufgewertet werden. „Das Schwimmbecken ist schon fertig“, bestätigt Uwe Dohse den zügigen Baufortschritt. Denn auch die Strandversorgung ist bereits im Bau.

„Das Angebot wird sicherlich gut angenommen“, sagt Dohse überzeugt. Das Haus wird ein dreigeschossiges Gebäude, das von See aus wie ein Zweigeschosser wirkt. Auf Dünenhöhe bekommt es eine Außenterrasse, die den Blick auf die Ostsee erlaubt. „Tagsüber bieten wir einfachere Speisen an, und abends wird es eine richtige kleine Gaststätte“, informiert Ladwig-Petermann.

Und das alles soll nicht nur für die Hotelgäste, sondern für alle Strandbesucher und Urlauber zur Verfügung stehen. „Es wird ohnehin eine sehr öffentliche Anlage sein“, versichert Dohse. So würden Rad- und Wanderwege aus der Heide kommend durch das Resort führen. Und bei der Strandversorgung entsteht ein — kostenpflichtiger — Parkplatz für 90 Fahrzeuge.

Kein Bestandteil der Hotelanlage wird verkauft oder verpachtet. „Wir behalten alles selbst in der Hand, die Investoren betreiben auch das Resort“, so Ladwig-Petermann. Rund 60 Arbeitsplätze werden entstehen. Für die Mitarbeiter wird es Unterkünfte in den beiden etwas abseits gelegenen Wohnhäusern geben, die aus dem Altbestand des OFZ stammen.

Fertig, aber kaum zu erahnen, sind zwei gigantische unterirdische Zisternen mit jeweils 100 000 Litern Wasser. Sie dienen als Feuerlöschteiche.

Vor einem Jahr, im Februar, hatten die Abrissarbeiten im Strandresort begonnen. Etwa 30 Gebäude sind von den Mitarbeitern der Abrissfirma Döring abgetragen worden. Im Juni 2012 begann der erste Hochbau. Und da es gut läuft, „können wir vielleicht schon im Februar 2014 mit einer Voreröffnung starten“. Investor Irmin Stinzing ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird.

Viel Geld floss auch in Brutkästen, Holzverkleidungen und einen speziell angelegten Keller im früheren Heizhaus — alles für die Fledermäuse. „Unser Fledermauskeller wurde gerade abgenommen. Alle sind überzeugt, dass er schnell angenommen wird“, sagt Dohse. Auch für Schwalben wurden Nistangebote gebaut.

Baubeginn nach drei Jahren Stillstand
Das Ostseeferienzentrum war in der DDR das Ferienlager des Chemiefaserwerkes Premnitz bei Brandenburg. Von diesem Trägerbetrieb hatte Michael Sadowsky das 57 000 Quadratmeter große Areal 1990 übernommen. 2007 musste er die Anlage nach der Kündigung des Pachtvertrages durch die Stadt aufgeben.


Auf der Anlage gab es insgesamt fünf Gästehäuser und 33 Bungalows mit insgesamt 1200 Betten. Es gab pro Jahr 70 000 Übernachtungen. Die Bungalows wurden alle abgerissen.

Im gleichen Jahr der Kündigung wurde das Areal erstmals zum Verkauf ausgeschrieben. Doch diese und folgende Ausschreibungen scheiterten. Drei Jahre lang lag das ehemalige Ferienlager brach und verfiel.


Die Gesellschaft „Strandresort Warnemünde-Markgrafenheide“ der Rostocker Michael Rode und Irmin Stintzing erhielt 2010 den Zuschlag für das Areal. Sie nutzen es per Erbpachtvertrag mit der Hansestadt. Für die Anlage wurde eigens ein Bebauungsplan erstellt.

Thomas Sternberg

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Markgrafenheide
Inga Ladwig-Petermann, die das Projekt für die Investoren betreut, und Bauleiter Uwe Dohse vor einem „Dreispänner“.

Im früheren Ostseeferienzentrum in Markgrafenheide entsteht die flächenmäßig größte und wohl auch am schönsten gelegene Ferienanlage Rostocks.

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