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Stadt sucht neuen Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe

Warnemünde Stadt sucht neuen Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe

Die Werft steht Wünschen aufgeschlossen gegenüber.

Warnemünde. Die Hansestadt sucht einen weiteren Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde und würde ihn gern im Werftbecken von Nordic Yards anlegen (die OZ berichtete). Die Werft ist auch gesprächsbereit. „Wir sind durchaus bereit, etwas zu verkaufen“, sagt Sprecher Stefan Sprunk. Doch noch gebe es keine Entscheidungen.

Auch wenn die Werft derzeit erfolgreich gigantische Konverter- plattformen baue — „Das sind ganze Kleinstädte auf See“, so Sprunk — sowie Spezialschiffe entwickele und produziere, könne über den Nordzipfel in Warnemünde gern verhandelt werden. Es sei für die eigene Produktion genügend Ausweichfläche vorhanden.

In der Tat wird es zur Kreuzfahrtsaison immer enger in Warnemünde. „Zum ersten Mal hat eine Reederei zehn Anläufe in Rostock abgesagt, weil fünf von ihnen nur in Warnemünde sicherzustellen waren“, bestätigt Christian Hardt von der Hafen-Entwicklungsgesellschaft (Hero), dass die Reedereien einfach nach Warnemünde wollen. „Mit dem Anlegen im Ostseebad haben wir im Ostseeraum eben ein richtiges Alleinstellungsmerkmal“, sagt Christian Hardt. Auch im kommenden Jahr werde es wieder Mehrfachanläufe geben, und sicher müssten Schiffe dann auch hin und wieder in den Seehafen ausweichen.

Noch sind es Ausnahmen, doch der Vorsitzende des Hero-Aufsichtrates, Götz Kreuzer (Linke), spricht dennoch von einem „Scheideweg“ an dem sich das Kreuzfahrtgeschäft befände. Doch selbst wenn es der Stadt gelingen sollte, der Werft das begehrte Grundstück abzukaufen, ist offen, wer den Ausbau des Liegeplatzes finanziert und wer die notwendige Infrastruktur quer durchs Werftgelände schafft. Eine kurzfristige Lösung scheint kaum möglich zu sein.

Sorgen, die die Werft nicht drücken. „Wer weltweit von den acht Konverterplattformen vier baut, ist wohl der Weltmarktführer“, verweist Stefan Sprunk darauf, dass es richtig war, auf das Offshore-Geschäft zu setzen. 200 neue Mitarbeiter seien 2012 an den Standorten Wismar und Warnemünde eingestellt worden.

 

Thomas Sternberg

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