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Stent-Produzent baut Standort aus

Warnemünde Stent-Produzent baut Standort aus

Das Warnemünder Unternehmen Cortronik vergrößert seinen Firmensitz um gut 2000 Quadratmeter.

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Diese kleinen Gef��st�tzen (Stents) produziert Cortronik. Doch die Kapazit�ten in der Produktion sind ausgesch�pft.

Quelle: Hartmut Klonowski

Warnemünde. Das Medizintechnikunternehmen Cortronik GmbH baut seinen Standort in Warnemünde aus. Geschäftsführer Carsten Momma (49) informierte gestern Abend den Warnemünder Ortsbeirat über die aktuellen Erweiterungspläne.

„Wir benötigen innerhalb kürzester Zeit neue Flächen, darum haben wir jetzt den Bauantrag gestellt“, begründete Carsten Momma, warum die Erweiterung eilt.

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Wir müssen uns dringend am Standort vergrößern.“ Carsten Momma (49), Geschäftsführer

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Das Unternehmen Cortronik produziert gefäßstützende Röhrchen (Stents) — fast eine halbe Million Stück im Jahr. „Es sind Produkte, die zu dem Besten gehören, was es auf der Welt gibt“, so Momma. Ein neues Gebäude sei erforderlich, weil beim jetzigen Wachstum spätestens 2015 alle Kapazitäten in der Produktion erschöpft seien.

Hinzu kommen ambitionierte Ziele. Das Unternehmen will auch auf dem amerikanischen und dem japanischen Markt Fuß fassen. Und ein weiterer Umstand drängt die Warnemünder Firma zur Eile. Es herrsche im Mutterkonzern Biotronik „ein extrem hoher Kostendruck“, sagte der Geschäftsführer. So habe der Konzern beschlossen, den Standort in Erlangen zu schließen. Das bedeute für Warnemünde, teilweise dortige Aufgaben zu übernehmen und nach Warnemünde umgesetzte Mitarbeiter zu integrieren. Das Investitionsvolumen für die Erweiterung um rund 2000 Quadratmeter liegt im zweistelligen Millionenbereich. Darüber hatte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) vor drei Monaten informiert. Damals war er nach einem Besuch des Mutterunternehmens Biotronik in der Schweiz zurückgekehrt.

Mit dem Bau soll im September begonnen werden, die Inbetriebnahme soll 2015 sein. Der jetzige Parkplatz auf der Rückseite des Gebäudes wird dazu komplett überbaut. Auf einer Etage entstehen sogenannte Reinräume. In sie verirrt sich kein Staubkorn. Auf einer weiteren Etage werden vor allem Büroräume eingerichtet.

Die Stellplätze für die Mitarbeiter werden vor dem Gebäude neu geschaffen.

Fast genau vor einem Jahr haben Carsten Momma und Stadtplanungschef Ralph Müller schon einmal die Erweiterungspläne des Stent-Produzenten vorgestellt. Im Bebauungsplan für die Fläche des Sportplatzes eingangs des Technologieparkes war ein vier- bis sechsgeschossiges Gebäude vorgesehen. Dessen Front zur Stadtautobahn sollte „einen städtebaulichen Akzent setzen“, hieß es damals.

„Es ist nicht klar, wann es dort Baurecht geben wird, darum haben wir uns entschlossen, kurzfristig unser jetziges Gebäude zu erweitern“, erklärte Carsten Momma, warum diese Pläne erstmal Pause haben. Sie seien aber eine Option für künftige Erweiterungen. Die wird sicherlich spruchreif, wenn die Warnemünder Stent-Weltneuheit — ein biologisch vollständig abbaubarer Stent — weltweit gefragt ist.

Rund 80 Firmen gehören zum Technologiepark
Cortronik ist eine Tochter des Weltkonzerns Biotronik mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen hat sich 1998 für Warnemünde entschieden. Der Start war mit drei Leuten in einem gemieteten Raum. 2000 hat Cortronik sein Firmengebäude auf dem Gelände des Technologieparkes mit 20 Mitarbeitern bezogen. Heute gehören rund 200 Mitarbeiter zum Unternehmen.

Rund 80 Firmen gibt es am Technologie-Standort Warnemünde, in denen etwa 650 Menschen arbeiten. Auf dem Areal gehört die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft zur Praxis. Flankiert wird der Standort entlang der Friedrich-Barnewitz-Straße durch universitäre Einrichtungen und Institute sowie den Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar.

Thomas Sternberg

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Rostock
Diese kleinen Gef��st�tzen (Stents) produziert Cortronik. Doch die Kapazit�ten in der Produktion sind ausgesch�pft.

Für einen zweistelligen Millionenbetrag will die Firma Cortronik ihre Anlagen in Rostock-Warnemünde bis 2015 erweitern.

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