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Rostock Strandresort öffnet 2013 mit Probebetrieb
Mecklenburg Rostock Strandresort öffnet 2013 mit Probebetrieb
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00:00 23.04.2013
Irmin Stintzing erläutert das Konzept des Resorts. Quelle: OVE ARSCHOLL
Warnemünde

Weil es noch so viele Unsicherheitsfaktoren gibt, möchte Investor Irmin Stintzing am liebsten noch gar nicht darüber reden. Der lange Winter habe die Baupläne durcheinandergewirbelt. Doch in Markgrafenheide ist die Freude groß angesichts der Botschaft, dass die für 2014 geplante Wiedereröffnung des früheren Ostseeferienzentrums (OFZ) bereits in kleinen Schritten ab diesem Sommer erfolgen soll.

„Damit wird endlich wieder Leben in den Ort einziehen“, lobt Reeder Reiner Kammel, der aus Markgrafenheide stammt und in Warnemünde Fahrgastschiffe betreibt. Mit seinem Schaufelraddampfer fährt er sogar durch den Stromgraben bis nach Markgrafenheide. „Wenn mehr Urlauber im Ort sind, wird es auch mehr Fahrgäste geben“, so die Hoffnung Kammels.

„Ja, wir haben vor, die Ferienwohneinheiten, die bereits fertiggestellt sind, schon in diesem Sommer zu vermieten“, sagt Stintzing. Obwohl das künftige Strandresort noch weitestgehend Baustelle sei, wurde ein Teil bereits für den Sommer reserviert. „Auf dem Nachbargrundstück wird im Jahr 2013 eine Ferienanlage errichtet. Sie müssen durch die Bautätigkeit mit Beeinträchtigungen rechnen“, heißt es auf der Internetseite

www.urlaub-markgrafenheide.de
, wo auch mit „Sondereröffnungspreisen“ geworben wird.

Jürgen Dudek, Vorsitzender des Markgrafenheider Ortsbeirates, hofft ebenfalls auf eine Wiederbelebung seines Ortes durch das neue Strandresort. „Als das alte Ostseeferienzentrum zugemacht hat, schlug sich das sofort deutlich in der Tourismusbilanz Rostocks nieder“, erinnert er. „Mit dem Strandresort wird Markgrafenheide wieder ein Stück attraktiver, und ich hoffe, dass tatsächlich vor allem junge Menschen und Familien zu uns finden werden.“ Dem Investor wünsche er schnell viele Gäste. Dudek sei sich auch sicher, dass nicht nur die Reederei Kammel sehnsüchtig auf die Wiederbelebung wartet. Beispielsweise habe er unlängst mit dem Fahrradverleiher gesprochen, der sich um eine Kooperation mit dem neuen Resort bemühen möchte.

Nicht zu unterschätzen ist für Dudek auch das Thema Arbeitsplätze. „Ich gehe davon aus, dass hier einige Leute aus dem Dorf Lohn und Brot finden werden“, hofft er.

Mit wie viel Zimmern und Wohneinheiten das Strandresort in den Probebetrieb starten wird, darüber wollte Stintzing gestern noch nicht spekulieren. „Wenn jetzt weitergebaut werden kann, dann werden wir wöchentlich einen Dreispänner fertigstellen können“, sagt er. Als Dreispänner bezeichnet er Hoteleinheiten mit jeweils drei Ferienappartements.

Im Mai will der Ortsbeirat seine Sitzung ins Resort verlegen.

Früher Ferienlager
Das Strandresort wird an der Naht zwischen dem Ort Markgrafenheide und einem östlich angrenzenden Naturschutzgebiet errichtet.


Bis 2008 wurde auf diesem Gelände an der Ostsee ein Ferienlager betrieben, dessen Tradition bis in die DDR-Zeit zurückreichte.


Jährlich wurden in vergangenen Jahren auf dem Gelände mehrere 10 000 Übernachtungen gezählt.


Zielgruppe des neuen Resorts sind Familien und Jugendgruppen.

Achim Treder

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