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Top-Manager ankert im Ostseebad

Warnemünde Top-Manager ankert im Ostseebad

Jörg Eichler, Geschäftsführer der A-Rosa-Reederei, ist der nächste Gast bei den „Warnemünder Gesprächen“.

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Der Blick ist nach vorne gerichtet. Jörg Eichler hat mit der Reederei noch viel vor.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Zum nächsten „Warnemünder Gespräch“ steht nicht nur ein Rostocker Top-Manager sondern auch ein Warnemünder Rede und Antwort. Jörg Eichler (48) kann auf eine Karriere wie im Bilderbuch verweisen. Und seit Juni 2013 ist er neuer Geschäftsführer der A-Rosa Flussschiff GmbH. Am 22. Mai ist Jörg Eichler im Café „Ringelnatz“ in der Alexandrinenstraße der nächste Gesprächsgast von Andreas Ebel, Chefredakteur der OSTSEE-ZEITUNG. Gemeinsam mit dem Unternehmerverband präsentiert die OZ das neue Veranstaltungsformat, das Unternehmer der Region vorstellt.

Der gebürtige Dresdner Jörg Eichler bereiste schon als Mitglied im weltberühmten Dresdner Kreuzchor die Welt. Er war so talentiert, dass er auch dieses und jenes Solo in der Kreuzkirche singen durfte. Da liegt es auf der Hand, dass er Musikwissenschaft studiert hat.

Nach Berufsstationen bei Denon Electronic und Sony Music ging er 2002 zu Tui und war dort bis 2008 Vertriebsdirektor. „Ich habe meine Leidenschaft für die Betriebswirtschaft und die Zahlen erst spät entdeckt“, bekennt Eichler. Dann folgte die Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb von Aida Cruises, bis er zu A-Rosa wechselte. Neben Talent und Fleiß habe er auch viel Glück im Leben gehabt, ist Jörg Eichler überzeugt.

Obwohl er von der A-Rosa-Kommandobrücke im Rostocker Stadthafen den europäischen Markt fest im Blick hat, verliert er auch das Ostseebad nicht aus den Augen. „Warnemünde hat einen der schönsten Strände, die man in Europa finden kann“, sagt der Mann, der schon viele Strände gesehen hat. Den Charme Warnemündes begründet er mit dessen Lebendigkeit. „Das kommt, weil im Ort noch Menschen leben“, so Eichler. Es sei eine Stadt in der Stadt und eben kein klassisches Seebad, das nur im Sommer belebt sei.

Und natürlich beobachtet er alles, was in Warnemünde passiert, genau. So verfolgt er auch die Diskussionen um die Mittelmole. Der jetzige Zustand müsse unbedingt verändert werden, findet der A-Rosa-Chef. „Jeder Schritt ist da ein Schritt nach vorne“, sagt Eichler. Er hält die Mittelmole für eine der attraktivsten Flächen weltweit, bei der es noch die Möglichkeit gibt, dass sie schrittweise neu genutzt werden kann.

Jörg Eichler ist ein Macher und hat mit der Reederei noch viel vor. Während Aida Cruises auf dem europäischen Kreuzfahrtmarkt fest etabliert ist, legt auch die zweite Kreuzfahrtreederei in der Hansestadt kräftig zu. Jörg Eichler gibt sich jedoch mit dem Erreichten nicht zufrieden. Er will die Spitzenposition im Premium-Bereich der Flusskreuzschifffahrt ausbauen. Dazu gehört, dass gerade das 11. Schiff übernommen wurde (die OZ berichtete). Alle Schiffe wurden übrigens auf der Rostocker Neptun Werft gebaut. Die neue Markenbotschafterin der Reederei, Yvonne Catterfeld, wird es am 3.

April in Mainz taufen.

Nie zufrieden mit sich zu sein, sich jeden Tag neu zu finden, ist die Devise des Warnemünder Familienvaters. Wie er das täglich schafft, ist dann beim „Warnemünder Gespräch“ zu erfahren.

Talk aus dem Ostseebad: 22. Mai, 19 Uhr, „Ringelnatz“. Der Eintritt ist frei. Reservierungen: ☎ 0381 / 20 74 64 07

Start mit zwei Schiffen
Das Unternehmen A-Rosa entstand im Jahr 2000 als Teil der Deutschen Seereederei (DSR). Gestartet wurde zwei Jahre später mit zwei Schiffen auf der Donau. Mit dem Erfolg wuchs die Flotte auf nunmehr elf Schiffe an. Firmensitz ist Rostock. Mit dem Büro in Chur in der Schweiz gibt es rund 630 Mitarbeiter. Gesellschafter sind Waterland Private Equity und das Management. 2013 erzielte A-Rosa einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro.

 



Thomas Sternberg

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