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Warnemünder diskutieren über Landmarke auf der Mittelmole

Warnemünde Warnemünder diskutieren über Landmarke auf der Mittelmole

Dass ein markantes Gebäude kommt, steht fest. Über Größe, Form und Standort gibt es viele Meinungen. Die öffentliche Beteiligung startet im ersten Quartal 2014.

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Beim städtebaulichen Wettbewerb kam das Rostocker Büro Bastmann & Zavracky mit diesem Entwurf auf Platz zwei.

Warnemünde. Bei der ab 2015 geplanten Bebauung der Warnemünder Mittelmole gibt es besonders bei der vorgesehenen Landmarke, einem seeseitig besonders ins Auge fallendem Gebäude, viele und kontroverse Diskussionen.

„Es soll auf der Mittelmole etwas Neues mit architektonischer Qualität entstehen, was dem Geist des Ortes entspricht“, wünscht sich der Rostocker Architekt Martin Zavracky. Dazu gehöre, so Zavracky, eben auch eine Landmarke.

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Paul-Friedrich Sager, Architekt im Ruhestand, schlägt eine Landmarke in Form eines Segels vor.

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„Mit einer Landmarke setzen wir im Wettbewerb mit anderen Städten eigene Akzente, sie gehört zum neuen Gesicht von Warnemünde“, findet auch Carsten Nielsen, Architekt bei Inros Lackner. Eine Diskussion über eine solche Landmarke sei gut und richtig, denn auch Leuchtturm, Teepott oder Neptun seien einst kontrovers diskutiert worden.

„Eigentlich sollte der Eifelturm nach der Weltausstellung wieder abgebaut werden, heute ist er das Wahrzeichen von Paris“, wirbt Architekt Zavracky mit einem weiteren Beispiel.

Das ist dem früheren Denkmalpfleger und langjährigen Vorsitzenden des Leuchtturm-Vereins, Gerhard Lau, dann doch eine Nummer zu groß. „Paris mit Warnemünde zu vergleichen, das passt einfach nicht“, grantelt Lau. Außerdem werde das Ostseebad zunehmend als Hafen von Berlin interpretiert, da könnten die Hauptstädter einen ja gleich eingemeinden. Lau setzt auf eine Bebauung, die dem historischen Warnemünde, fern aller Wolkenkratzer, entspricht.

Den maritimen Bezug greift auch Paul-Friedrich Sager, Architekt im Ruhestand, auf. „Zur baulichen Umsetzung ist für eine historische Hafenstadt nichts besser geeignet, als das bauliche Symbol eines Segels als prägendes Wahrzeichen“, so Sager.

Wie auch immer sie aussehen werde, die Mittelmole „braucht eine Landmarke“, ist auch Architekt Stephan Bastmann überzeugt.

So ein dominantes Gebäude müsse ja nicht unbedingt an der Kaikante stehen, sondern könnte durchaus etwas zurückgesetzt werden, findet Jörg Drenkhahn vom Handels- und Gewerbeverein.

Stadtplaner Ralph Müller erinnert daran, dass es durch den städtebaulichen Wettbewerb und die Entscheidung der Jury ein klares Bekenntnis zu einer Landmarke gebe. Offen sei, wie diese gestaltet werden soll. „Das kann auch ein niedrigeres oder ein zurückgesetztes Gebäude sein“, so Müller.

Vielleicht wird es sogar von Rostocker Architekten entworfen. Denn Ralf Zimlich, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Wiro, bestätigt, dass einzelne Gebäudekomplexe ausgeschrieben werden. „Es würde mich freuen, wenn sich dann ein Rostocker Büros durchsetzt“, so Zimlich. Entscheidend sei jedoch die Qualität.

Um die zu sichern, wird zunächst beim „Forum Mittelmole“ noch zweimal hinter verschlossenen Türen diskutiert. Einmal werde es dabei auch um die Landmarke gehen, informiert Ralph Müller. Im ersten Quartal 2014 sollen dann alle Pläne öffentlich besprochen werden. Auch der im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Gestaltungsbeirat der Stadt soll sich mit der Mittelmole beschäftigen.

Wohnungsbau ist das Hauptziel des Eigentümers
Die Wohnungsgesellschaft Wiro hat das Areal auf der Mittelmole von der Reederei Scandlines für 14,2 Millionen Euro gekauft. Sie will dort Wohnungen bauen.


Auftakt zur Gestaltung des Areals war ein zweistufiger städtebaulicher Ideenwettbewerb, an dem sich mehr als 50 Architektenbüros beteiligten. Der erste Preis ging an das Hamburger Büro Böge Lindner K2 Architekten, zusammen mit dem Landschaftsplanungsbüro Dieter Schoppe und Partner aus Hamburg.


Die Bürgerschaft hat das Aufstellen eines Bebauungsplanes für die Mittelmole 2011 beschlossen. Er wird zurzeit erarbeitet.

 

Thomas Sternberg

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