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Rostock Warnemünder Piraten auf großer Fahrt
Mecklenburg Rostock Warnemünder Piraten auf großer Fahrt
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00:00 31.07.2018
Zwei Mal in der Woche fährt der Kutter „Pasewalk“ in Warnemünde zur Piratenfahrt aus: Auch Lina aus Laage (re.) und ihre kleine Schwester Fine sind jetzt Piraten auf Lebenszeit. Quelle: Foto: Johanna Hegermann
Warnemünde

„Hey ho, die Piraten kommen!“ Schon von weitem hört man die kleine Besatzung auf dem Kutter Pasewalk. Sie fahren vom Alten Strom aus, vorbei an großen und kleinen Schiffen, rufen und winken. Zweimal in der Woche geht es für kleine Urlauber und einheimische Ferienkinder auf große Piratenfahrt. Organisiert wird die Tour vom Warnemünder Fischereikutterverein „Jugend zur See“ und – in den Ferien – in Kooperation mit der Tourismuszentrale.

„Jugend zur See“

Der gemeinnützige Verein „Jugend zur See“ wurde 1993 gegründet,

der Vereinskutter wurde 1950

gebaut. Weitere Infos unter:

www.kutterverein-warnemuende.de Kontakt: ☎ 0381/ 5 19 19 18

„Guck mal, das Schiff wackelt ja“, ruft ein Junge noch vor der Fahrt. Auch, dass es brummt, verwundert die Kinder. „Das ist der Motor, der fällt mir kaum noch auf“, erklärt Sozialpädagogin Anja Domke. Dann geht es los. Die Kinder hissen die Piratenflagge – sie haben den Kutter übernommen.

Seit einem Jahr betreut Anja Domke die Piratenanwärter auf dem Kutter Pasewalk. „Vor zehn Jahren war ich schon als Jungpirat dabei“, sagt sie. Denn die Abenteuerfahrten gebe es schon ewig. „Wir sind ein wichtiger Bestandteil des Ferienplans und ein Aushängeschild für Warnemünde.“ Die Fahrt sei für Kinder nahezu jedes Alters geeignet. Die meisten Kinder seien etwa sechs Jahre alt. „Hauptsache jeder bringt Spaß mit.“ Eine anständige Verkleidung gehört an Bord mit dazu. Wer nicht verkleidet kommt, für den gibt es eine Piraten-Grundausrüstung. Eltern gibt es auf der eineinhalbstündigen Tour nicht. „Es ist ja wichtig, dass Kinder auch allein ihre Erfahrungen machen.“

Doch die angehenden Freibeuter müssen sich erst einmal ihre Seebeine verdienen. Dafür gibt es Mutproben, Aufgaben und eine Schatzsuche. Gerade der Piratentrunk, die erste Mutprobe, gefällt dem 13-jährigen Alex aus Lalendorf gut. „Der war schön sauer und sauer macht ja lustig“, erzählt er lachend. Doch es gibt auch Wettkämpfe wie Tauziehen. Hier hat der große 13-Jährige besonders gute Karten. Sein Team liegt vorn, doch zuletzt gibt es ein Unentschieden.

„Sie lernen hier Teamfähigkeit, Zielsicherheit und müssen ihre Stärke beweisen“, sagt Anja Domke. Auch eine Flaschenpost gehört zum festen Programm der Warnemünder Freibeuter. „Wir haben sogar schon Antworten aus Dänemark bekommen“, erzählt die Sozialpädagogin. Dass es sich beim Kutter „Pasewalk“ nicht um ein typisches Piratenschiff handelt, sei kein Problem. Auch wenn Freibeuter damals mit Segel- und nicht mit Motorschiffen über die sieben Weltmeere gefahren sind. „Wir sind auf einem Trainingsschiff und Schätze findet man auch hier“, sagt Anja Domke. Ein Abenteuer ist es für die Kinder allemal.

„Das hat ganz viel Spaß gemacht“, sagt die zehnjährige Lina aus Laage. Auch sie hat die Prüfung bestanden, den Schatz gefunden und hat ihre Freibeuter-Lizenz erhalten. „Ein Pirat muss stark sein und über die Planke gehen können“, weiß sie genau. Auch ihre kleine Schwester Fine ist begeistert. „Ich wollte schon immer ein Pirat sein. Denn Piraten rauben einen aus und haben dann ganz viel Geld“, sagt die Sechsjährige grinsend. Sie hat vor allem eines gelernt: „Piraten haben ganz viel ekliges Zeug getrunken.“ Doch zurückgeschreckt ist Fine nicht. Wie jeder „Absolvent“ der Kutterfahrt ist sie ein stolzer Warnemünder Pirat auf Lebenszeit.

Johanna Hegermann

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